14. Sonntag im Jahreskreis C - 3. Juli 2016

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Zur Freude werden wir heute aufgerufen. Mehrmals. Zwangsläufig kommt mir da die Aussage unseres Heiligen Vaters, Papst Franziskus, in den Sinn, der zu Beginn des Pontifikats sagte, manche Christen kämen ihm vor wie eine "in Essig eingelegte Pfefferoni"

Und er hat recht! Haben wir aus dem Christentum, aus dem Evangelium der frohen Botschaft, der Freudenbotschaft nicht oftmals eine moralische Keule gemacht, die wir anderen über den Kopf gezogen haben, weil uns die richtigen Argumente ausgegangen sind? Ist aus der Freude an der Gemeinschaft mit dem Herrn nicht manchmal eine "lästige Pflicht" geworden, die man halt am Sonntag innerhalb einer Stunde abdient, es kaum der Mühe wert findet, den Liedtext in die Hand zu nehmen, und am Ende der Predigt weiß, wo man die neuen Blumen ins Gartenbeet setzt?

Freut euch mit Jerusalem - sagt uns die erste Lesung. Und die 72 Jünger kommen von Freude erfüllt zu Jesus zurück und berichtet, wie die Macht und Kraft Gottes mit ihnen war, als sie das Evangelium verkündetet, die Kranken heilten, die Dämonen austrieben. 

Von dieser Freude dürfen wir neu ausgehen! 

Lassen wir uns nicht anstecken von der Jammerei unserer Tage, die unserer Kirche keine Chance mehr geben wollen, sondern beten wir um einen solchen Energieimpuls, wie er diese ersten Jünger erfasst hat! Auch heute ist dies möglich! Auch heute hören junge Menschen den Ruf, ihr ganzes Leben dem Herrn zu weihen. Dort, wo andere in den 20ern ihr Leben in vollen Zügen genießen, entscheiden Sie sich für Ehelosigkeit und Gehorsam! 

Und diese sind deswegen keineswegs griesgrämig oder traurig! Im Gegenteil!

Kaum wo habe ich so viel Freude und befreiten Frohsinn erlebt wie in einem Karmelitinnenkloster. Die Schwestern verstanden es, Geburtstag zu feiern. Und bei Schnee holten sie eine Rodel hervor und rutschten den kleinen Hügel in der Klausur hinunter - auch die alte 90jährige Nonne, diesem Schlitten fiel und lauthals darüber lachen konnte. 

Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Oftmals meinen wir, diese Freiheit bestünde darin, VON etwas frei zu sein. Doch die wahre Freude dürfen wir dann empfinden und leben, wenn wir FÜR etwas (besser jemanden!) frei sind, für den Herrn! Nur er kann uns schenken, was wahre Freude und Frieden, Heil und Erlösung bedeutet!

Amen. 

 

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