5. Sonntag der Osterzeit - 24. April 2016

Liebe Schwestern und Brüder!

„Sie ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten… Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen“. Das sind die Worte von Paulus und Barnabas in Lystra, Ikonion und Antiochia! Das sind ihre Worte an uns heute. 

Papst Benedikt XVI. hat am 5. Ostersonntag des Jahres 2010 den Gläubigen von Turin entgegengerufen: „Verliert nie das Licht der Hoffnung auf den auferstandenen Christus“. Auch diesen Aufruf dürfen wir uns heute ins Herz sprechen lassen. 

Denn trotz aller Angriffe gegen Gott und seine Kirche, trotz so mancher Gegenbilder in der Untergangskultur unserer Postmoderne dürfen wir als Menschen der Hoffnung leben. Weil uns das Leben geschenkt ist, weil wir den Blick des Seher von Patmos teilen können, wenn er einen neuen Himmel und eine neue Erde sieht. Gott macht alles neu. „Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu“, haben wir als Antwort auf die Schöpfungsgeschichte in der Osternacht gesungen. Und hoffentlich nicht nur gesungen, sondern auch gläubig mitgetragen! Gott macht alles neu. In Christus hat die neue Schöpfung ihren Anfang genommen, in ihm findet sie ihre Vollendung. 

Da können weltliche Gegenstimmen, Angriffe gegen ihn und seine Kirche nichts, aber auch rein gar nichts daran ändern!

Das ist unsere unverbrüchliche Hoffnung, das ist unsere tiefe Glaubensüberzeugung. An ihr dürfen wir festhalten. 

Gerade nach dem Hinausgehen des Judas ruft Jesus die freudigen Worte aus: „Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht!“

Wo wir Menschen Not und Tod  und Drangsal und Zerstörung wahrnehmen, lässt Gott schon das Licht der Auferstehung und Erlösung aufleuchten!

Und dieses Licht kann in uns zum Leuchten gebracht werden, wenn wir das „Neue Gebot“ des Herrn für unser Leben wahrnehmen, das Doppelgebot der Liebe. 

Worin besteht dessen „Neuheit“? Bereits im Alten Testament hatte Gott das Gebot der Liebe gegeben; nun aber wird dieses Gebot von neuem gegeben, wobei Jesus etwas sehr Wichtiges hinzufügt: „Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“ Das Neue besteht gerade in diesem „Lieben, wie Jesus geliebt hat“. All unserem Lieben geht seine Liebe voraus und es bezieht sich auf diese Liebe, es fügt sich in diese Liebe ein, es wird gerade durch diese Liebe wirklich.  Jesus selbst hat uns dieses Vorbild der Liebe gegeben. 

Lassen wir uns neu zu dieser Liebe ermutigen! Zu jener Liebe, die Antwort auf Gottes Liebe, auf seine unverbrüchliche Barmherzigkeit ist. 

Denn sie ist das leuchtende Zeugnis für unseren Glauben, für unser Vertrauen auf Gott und die Zukunft, die er uns schenken will!

Amen. 

 

 

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