7. Sonntag der Osterzeit - 8. Mai 2016

Mitten in der Pfingstnovene, jener 9 Tage des innigen Gebetes um das Kommen des Heiligen Geistes, sind wir zum Gottesdienst versammelt.

Und wir hören die inständige Bitte des Herrn Jesus Christus „Lass sie eins sein!“ - Der Geist Gottes soll einen, was getrennt ist. Der Geist Gottes soll verhindern, dass wir uns „auseinanderdividieren“ lassen in verschiedene kirchenpolitische Lager. Gottes Heiliger Geist möge verhindern, dass es in den Pfarren Grabenkämpfe zwischen verschiedenen Gruppen oder Familien gibt. All dies dürfen wir in dieser Pfingstnovene erbitten. Und zugleich können wir darauf schauen, was uns der Schatz der Heiligen Schrift heute schenkt. Noch einmal wird uns das Martyrium des ersten Märtyrers der Kirche, Stephanus ins Gedächtnis gerufen. Und Stephanus arbeitet nicht in den Kategorien von Rache und Vergeltung. In seiner tiefgründigen Liebe zu Gott und den Mitmenschen kann er auch im letzten Augenblick seines Lebens, unter den Schmerzen der Steinigung ausrufen: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ - Und uns damit ein Beispiel geben, wie wir Zeugen für die verzeihende Liebe Gottes in unserer Welt sein sollen. 

Woher nimmt Stephanus diese Kraft, woher dürfen wir die Kraft dazu nehmen?

Johannes schaut den Herrn als das Alpha und das Omega, den Anfang und das Ende. 

Und genau dies sollte ein täglicher Betrachtungspunkt in unserem christlichen Leben werden. Christus ist Alpha und Omega. Er umspannt diese Welt und diese Zeit als Anfang und Ende. Nichts anderes. Nicht die Macht der Medien, nicht die antikirchliche Meinungsbildung, nicht die politische Agitation gegen die Würde des Lebens von der Empfängnis bis hin zum natürlichen Tod, nicht die Untergangspropheten, die die Kirche und ihr Heilswerk gerne sterben sehen würden, weil dann endlich die letzte moralische Bastion dieser Welt gefallen ist. 

Nein, Christus selbst ist Alpha und Omega - Anfang und Ende. 

Und der Ausruf, den Johannes am Ende dieser Vision tut, sollte auch der unsrige sein: Komm, Herr Jesus!

Komm in all die Momente unseres Lebens, wo uns die Kraft zu schwinden scheint. Sende deinen Geist dorthin, wo Geistlosigkeit die Welt regiert. Komm dorthin, wo uns die Worte verloren gehen, wo uns die Stimme versagt und spricht du für uns, dass die Botschaft von Heil und Erlösung, die du allein geben kannst, weil du das Leben bist, die Menschen neu erreicht. Komm, Herr Jesus!

Amen. 

 

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