Pfingstsonntag, 15. Mai 2016

„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ - So beginnt das Evangelium des Pfingsttages. Der Beistand, der Heilige Geist wird uns vom Herrn verheißen, als einer, der uns alles lehren wird, an alles erinnern wird, was der Herr uns gesagt hat. 

Es geht beim Geist Gottes also um die Liebe Gottes. Das ist aus dieser kurzern Periskope aus den Abschiedsreden des Herrn unschwer zu erkennen. 

An der Tabernakeltüre einer Kirche am Niederrhein steht der Satz geschrieben: „Der Pfingsttag kennt keinen Abend, denn seine Sonne, die Liebe, kennt keinen Untergang“ - Es ist dies ein Bekenntnis, das uns den großen Atem, das tiefe Vertrauen der Kirche vermittelt. Die Kirche kommt aus dem Abendmahlssaal und weiß um den Ostermorgen. Sie zieht sich zurück im gemeinsamen Gebet - und tritt heraus in der Kraft des Heiligen Geistes! Das ist der Hoffnungsweg unserer Kirche. Das ist die frische Luft, die wir in unserer Kirche immer neu atmen dürfen. Dagegen sind die düsteren Aussichten, die gegenwärtig die Meinungen und Medien bestimmen, atemberaubend. Der Schatten wird gesehen, nicht das Licht. 

Gerade zu Pfingsten dürfen wir ins Licht schauen. Ins österliche Licht, in die göttliche Sonne Jesus Christus, in die menschgewordene Liebe Gottes. An der wir teilhaben sollen. Immer neu. Mit immer größerem Eifer. Mit immer stärkeren und innigerem Vertrauen.

Der Heilige Geist darf der Motor und die Kraftquelle unseres kirchlichen Handelns sein. Er darf uns dort Sicherheit geben, wo wir uns in unserem Tun oft allein fühlen. In den alltäglichen Dingen einer Pfarre, in der - unverzichtbar wichtigen - Erhaltung der kirchlichen Gebäude, der Infrastruktur, in dem immer neuen Ringen um Mitarbeiter, in unserem Bemühen um die Kinder und die Jugendlichen, wo wir alle, Priester und Laien auch so manchen Rückschlag, so manche Frustration hinnehmen und einstecken müssen. Hier darf uns der Heilige Geist die Gewissheit schenken, dass wir auf dem richtigen Weg sind! Hier kann er uns Mut machen, wo wir selber vielleicht die Flinte ins Korn werfen wollten. Hier kann er unsere Berufung, jene des Weihepriesters ebenso wie jene des Gemeinsamen Priestertums aller Getauften und Gefirmten, neu stützen und unterstützen und bekräftigen. 

Den Heiligen Geist wollen wir neu darum bitten. Für unsere konkrete Situation der Pfarrgemeinde, für die konkrete Wirklichkeit unserer Diözese, für die Sorgen und Nöte und Ängste, aber auch für die kleinen Hoffnungen und Freuden. Für den Niedergang und noch mehr für die vielen kleinen Aufbrüche des Glaubens und des kirchlichen Lebens in unseren Tagen. 

Komm Heiliger Geist! Komm in unser Herz, komm in unsere Zeit! Erfülle uns mit Deiner Freude, entzünde in uns das Feuer der Liebe, des Eifers, des Mutes!

Amen. 

 

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