Christus vergleicht sich gerne mit einem Bräutigam: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete.“ (Mt 22,2) Die klugen Jungfrauen begleiten den Bräutigam auf dem Weg zur Hochzeit (vgl. Mt 25) Er greift damit eine Idee auf, die schon die Propheten im Namen Gottes verkündet hatten. In den Psalmen spürt man die Feierlichkeit der Einstellung Gottes und der Berufung des Menschen. Der Mensch ist wie eine Braut, die sich auf die Ankunft des Bräutigams freut, sich schmückt, sich bereit macht, Ihm entgegenzugehen: „Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr, / vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!  Der König verlangt nach deiner Schönheit; / er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm!“ (Ps 45,11-12) Wenn es in den Psalmen noch rätselhaft erscheint, wer der Bräutigam ist, so zeigt es die Offenbarung des Johannes klar an: „… gekommen ist die Hochzeit des Lammes / und seine Frau hat sich bereit gemacht. Sie durfte sich kleiden in strahlend reines Leinen. / Das Leinen bedeutet die gerechten Taten der Heiligen.“ (Offb 19, 7-8) Der Vergleichspunkt ist klar: die Schönheit der Braut – das sind die gerechten Taten der Menschen, die Heiligkeit, nach der sie streben. Und wie verhält sich der Bräutigam?

„Ich traue dich mir an auf ewig; / ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, / von Liebe und Erbarmen.“ (Hos 2,21) Gottes Liebe zeigt sich darin, dass Er sich selbst zu Gerechtigkeit, Liebe und Erbarmen verpflichtet. Sein Einsatz für uns Menschen strahlt in der Hl. Messe auf. Dort wird das Bild ganz deutlich: Jesus Christus opfert sich als Bräutigam für Seine Kirche, die Braut. Er gibt sich für uns hin. Das berühmte Gleichnis vom barmherzigen Samariter spricht von der Liebe Gottes. Von da aus wird es zum Gleichnis für unser Leben: Wie Christus uns geliebt hat, so sollen auch wir einander lieben. Die Ehe drückt es in der Einheit von Mann und Frau aus: Sie sind einander barmherziger Samariter. Sie begegnen einander in Gerechtigkeit. Sie schenken einander die aufopferungsvolle Liebe, die Gott uns gegenüber auszeichnet. Deshalb ist die Ehe ein Bild für die Liebe Christi zu den Menschen. Das soll ein Ansporn für alle Eheleute sein: ihre Berufung, wie Christus zu werden. Daran denken wir beim Segen für die Ehepaare. Die heiligen Kunigunde und Heinrich, das heilige Ehepaar auf dem Thron des Römischen Reiches des 10. Jh. waren in ihrer Liebe Abbild der Liebe Gottes. Ihr Gedenktag ist der 13. Juli. Sie mögen uns Fürsprecher sein.

Amen.

           

Fürbitten

 

Lasst uns beten zu Christus, dem Herrn, denn Er ist die Quelle der Liebe:

- Hilf Deiner Kirche, die Spaltungen zu überwinden; mache sie zum Zeichen der Einheit für alle Völker.

- Stehe allen bei, die sich in Staat und Politik für die Familien einsetzen.

- Gib, dass wir als Christen immer enger mit Dir verbunden werden und durch unser Leben Dich als unseren Herrn bezeugen.

- Segne die Ehepaare und erneuere ihre Liebe.

- Stärke alle in ihrer Berufung zum ewigen Leben.

- Lass unsere Verstorbenen auferstehen zum ewigen Leben.

Denn Du bist heilig und Dein Erbarmen währt in Ewigkeit.

Amen.

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