Warum spricht Christus von Verherrlichung, wenn er von Judas Iskariot verraten wird? „Als Judas vom Mahl hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht.“ (Joh 13,31) Judas ging zu den Hohepriestern und teilte ihnen mit, wo sie Christus ohne Aufsehen festnehmen konnten: im Garten Getsemani am Ölberg. Sein eigener Apostel lieferte Christus an seine Gegner aus, und er meint, dass Er, der Menschensohn, und Gott in Ihm verherrlicht sind?

Er gibt gleich darauf die Antwort. „Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“ (Joh 13,34) Die Gegnerschaft bringt Ihn nicht davon ab, die Menschen zu lieben, die Ihn hören. Kein Verrat, keine Verspottung, keine Geißelung, nicht einmal die Todesstrafe können Seinen Willen brechen. Er bleibt Herr Seiner selbst. Er ist der Herr nicht nur Seiner selbst, sondern bezwingt dadurch die Macht der Welt um Ihn herum. Der Hohepriester und Pontius Pilatus meinten, sie hätten sich eines lästigen Problems entledigt. Wer aber den Sieg davontrug, war Christus. Er litt für die Menschen guten Willens, starb für sie und bewies ihnen durch die Auferstehung, dass Er stärker ist als jede Gewalt.

Das ist der neue Himmel und die neue Erde: der Sieg der Liebe Christi. Das ist die neue, geordnete Stadt Jerusalem, nicht eine Erfindung von Menschen, sondern „von Gott her aus dem Himmel“ (Offb 21,2) Wie viele Gedanken haben sich Menschen schon über eine gerechte Ordnung der Welt gemacht? Wie viele Sitzungen wurden schon organisiert, Konferenzen? Wie viele Räte und Kommissionen wurden schon eingerichtet? Es wäre ganz einfach: Gottes Gebote zu achten. Er kennt unsere Welt am besten, weil Er sie erschaffen hat. Deshalb beten wir im Glaubensbekenntnis: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Das ist kein Widerspruch zur Biologie, Chemie oder Astrophysik. Die Aussage ist einfach: Der Schöpfer der Welt weiß, was sie zusammenhält. Deshalb wäre es am einfachsten, Seinem Willen zu folgen, Seine Gebote zu beachten.

Das hat uns Christus vorgelebt und er hat gesiegt. Durch Christus wurde alles von innen her neu. Man kann es im Glauben wahrnehmen, so wie der Hauptmann unter dem Kreuz. Er sagte ergriffen: „Wahrhaftig, das war Gottes Sohn.“ (Mt 27,54)

Wollen wir mit Christus die Welt neu sehen lernen? „Er wird in ihrer Mitte wohnen

und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“ (Offb 21,3-4)

Gestern waren wir auf Wallfahrt in Mariazell: 60 Frauen und Männer, Jugendliche und Ältere, Österreicher und Ukrainer, Katholiken und Orthodoxe. Man hat gespürt, dass uns etwas verbindet: der Glaube an Gott, die Freude an der Schöpfung und das gemeinsame Gehen auf ein Ziel hin. Jeder hat seinen Beitrag geleistet – aus der Kraft des Glaubens. Alle sind erschöpft und gleichzeitig gestärkt von der Wallfahrt nach Hause zurückgekehrt. Wir können eines berichten: Gott hat uns wie in der Zeit der Apostel „die Tür zum Glauben geöffnet“ (Apg 14,27).

Fürbitten

Lob und Ehre sei Christus, der uns das Leben neu geschenkt hat:

  • Du bist das Licht in der Finsternis: Schenke uns die Freude der Auferstehung.
  • Du berufst uns durch die Taufe zum ewigen Leben: Gib den Neugetauften Anteil an Deiner göttlichen Herrlichkeit.
  • Du hast im Tod den Tod besiegt: Schenke allen Völkern der Erde Freiheit und Frieden.
  • Du lenkst die Herzen derer, die uns regieren: Bewahre die Regierenden vor der Versuchung ihre Macht zu missbrauchen.
  • Du stärkst uns mit Gnade: Wirke in den Firmlingen und Kommunionkindern mit der Kraft Deines Geistes.
  • Du bist siegreich auferstanden: Nimm die Verstorbenen auf in Dein Reich des Friedens.

Wir danken Dir für Deine Gegenwart jetzt und alle Tage unseres Lebens. Amen.

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