Die Entscheidung für Seine Hingabe an den Vater hat Jesus Christus persönlich, allein gefällt. Das Leiden auf sich zu nehmen war Seine Antwort gegen die Gewalt der Menschen. In dieser scheinbaren Schwäche hat er gesiegt. Das zeigt die Auferstehung.

Man hat Ihn verspottet. Man hat Ihn nicht ernst genommen. Niemand hätte diese Wende erwartet – weder seine Landsleute noch die Römer. Aber gerade unter den Zeitgenossen Jesu waren Menschen, die Ihn im Stillen verstanden: die Ratsherren Nikodemus und Josef von Arimathäa. Sie tauchen plötzlich nach dem Tod Jesu auf, helfen der Mutter Maria im letzten Moment mit dem Begräbnis, stellen Grab und Salböl zur Verfügung. Auch die Frauen, die Jesus schon in Galiläa nachgefolgt waren, sind beim Begräbnis dabei. Und schließlich bekannte der römische Soldat unter dem Kreuz: „Wirklich, dieser Mensch war ein Gerechter.“ (Lk 23,47)

Diese Menschen aus dem jüdischen Volk und aus der römischen Besatzungsmacht gehörten nicht zu den einflussreichen Persönlichkeiten der Weltgeschichte, aber sie bewirkten viel mehr als andere, die heute in den Geschichtsbüchern stehen: Weil sie Christus vertrauten, wandelte sich ihr Leben. Die Verlorenheit in der Welt wurde zu einem Feststehen auf dem Felsen. Die Unsicherheit über das Leben nach dem Tod wurde zu einer sicheren Hoffnung auf das ewige Leben.

Können wir uns vorstellen, was es bedeutet, plötzlich den Sinn des Lebens zu verstehen? Die Auferstehung Jesu stellte alles „auf den Kopf“. Die Mächtigen waren nicht mehr mächtig, weil die Schwachen die Angst vor dem Tod verloren. Die Kleinen wurden groß, weil sie ihre Würde in der Berufung durch Gott erkannten. So wie Gott die Israeliten durch das Rote Meer in die Freiheit führte, so öffnete Christus durch Seine Auferstehung das Tor zum Ewigen Leben. „Wenn wir nämlich [Christus] gleich geworden sind in Seinem Tod, dann werden wir mit Ihm auch in Seiner Auferstehung vereinigt sein.“ (Röm 6,5)

Jesus fragt dich: Bist du bereit mit mir Gewalt zu ertragen, Verspottung auszuhalten, Verfolgung zu erdulden? Willst Du Gott treu sein, an Ihn glauben, auf Ihn hoffen, für Ihn leben? Das bedeutet mit Christus sterben, um „mit Ihm [zu] leben“ (Röm 6,8). Das Wasser der Taufe, in das der Täufling eingetaucht wird, ist Symbol dafür: sterben mit Christus und mit Ihm auferstehen.

Die Prioritäten werden umgekehrt, auf den Kopf gestellt, so dass mancher mit dem Kopf schütteln mag. Aber darin liegt die Kraft der Auferstehung. Die einfachen Menschen um Jesus haben es verstanden, ihr Leben wurde ganz neu, hoffnungsvoll: „Wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.“ (Röm 6,4)
Amen.

Fürbitten:
Christus, von den Toten erstanden, wir bitten Dich:
-    Du hast die Welt erschaffen: Erlöse sie zum Leben der Fülle.
-    Du hast die Menschen aus der Sklaverei der Sünde befreit: Befreie uns Christen aus jeder Verstrickung in das Böse.
-    Du hast Dich selbst als Opfer dargebracht und den Menschen neu geschaffen: Stärke die Kranken und Leidenden durch Deine Gegenwart.
-    Du hast Gedanken des Heils und Friedens: Vertreibe den Krieg aus unseren Herzen und Ländern.
-    Dein heiliger Name bewirkt die Bekehrung der Herzen: Schenke den Sterbenden die Kraft der Umkehr und befreie die Toten zur Auferstehung.
Denn Du gibst uns das Leben mit Dir heute und in alle Ewigkeit. Amen.

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