Christus suchte bewusst Orte der Ruhe auf, um mit Gott allein zu sein. Er zog sich in die Wüste zurück, angetrieben durch den Heiligen Geist. Die Einsamkeit in der Wüste war durch die Stille möglich, die Ihn umgab. Dort fand er die äußere Ruhe, in der Er Sein Gebet an Gott Vater richtete. Ein anderer Ort der Stille ist der Gipfel eines Berges. Christus betete auch immer wieder auf Anhöhen oder Bergen. So berichten die Evangelien. Dort betete Er allein (Joh 6,15; Mt 14,23). Der letzte Berg war Golgotha, wo Er Seinen Geist in Gottes Hände legte. Auf der Schädelhohe unter dem Kreuz war er nicht allein. Bei Ihm standen Johannes mit Maria und Maria Magdalena. Zweimal nahm Er Johannes mit Petrus und Jakobus zu ganz persönlichen Gebeten auf eine Anhöhe: auf den Ölberg und den Berg der Verklärung. Beide Male schliefen die Jünger ein. Die innere Konzentration, die Müdigkeit überwindet, fehlte ihnen. Christus dagegen war ganz in das Gebet vertieft. Er war ganz auf Gott ausgerichtet. Lukas berichtet uns in seinem Evangelium, dass auf einem Berg etwas Besonderes geschah, was die Jünger noch nie erlebt hatten. Das Gesicht Jesu strahlte, Sein Gewand wurde leuchtend weiß (Lk 9,9). Wir kennen fluoreszierende Farben. Sie leuchten, wenn sie angestrahlt wurden. Man verwendet sie für Warnwesten, beim Radfahren für Fußschnallen. Diese Farben brauchen Licht. Aber Christus braucht kein fremdes Licht. Er strahlt selbst das ungeschaffene Licht aus. Es ist das Licht Gottes, von dem das Glaubensbekenntnis spricht: „Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen.“

Diese Strahlen können wir in uns aufnehmen. Es nährt sich aus dem Gebet. Man findet immer wieder Menschen, die strahlen, sichtbar aus den Augen, unsichtbar spürbar. Sie strahlen, weil sie das Licht von Christus empfangen haben. Und sie können das Strahlen weitergeben, dass auch in den Herzen anderer Menschen das Licht Gottes aufleuchtet. Amen.

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