Karfreitag, 29. März 2018

„Mein Knecht hat Erfolg, er wird hoch und erhaben sein“ - wie ein Widerspruch klingt das Wort Jesajas aus der Lesung angesichts der Passion, die wir gehört haben. Wo liegt da der „Erfolg“? Wer ist da hoch und erhaben, wenn es um einen Geschlagenen, Verurteilten, Getöteten geht. Der in ein fremdes Grab gelegt werden muss. Mit dem alle Zukunftshoffnung seiner Anhänger gestorben und begraben sind. 

So scheint es für den ersten Augenblick um Jesus zu stehen. Sein segensreiches Werk in den Jahren seines öffentlichen Wirkens, die neue Hoffnung, die in den Herzen seiner Zuhörer aufkeimte, die Bereitschaft, umzukehren, die Heilung an Leib und Seele - alles scheint mit einem Handstreich, mit dem Todesurteil, zunichte gemacht. 

Doch: „Mein Knecht hat Erfolg, er wird hoch und erhaben sein“ - Was die Gegner Jesu nicht wussten oder verstehen wollten, zu dem Pilatus in seiner heidnischen Gedankenwelt nicht durchdringen konnte: Durch die Erhöhung des Menschensohnes am Kreuz konnte erst seine Verherrlichung durch den himmlischen Vater erfolgen! Er hat Erfolg, denn er besiegt Sünde und Tod. Er ist hoch und erhaben, nicht allein wegen der Erhöhung am Kreuz, sondern, weil er am dritten Tag glorreich von den Toten aufersteht und als letzter Sieger dem Leben zum Sieg verholfen hat. 

Deswegen sagt uns der Hebräerbrief heute: „Obwohl er der Sohn war, hat er durch Leiden den Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist er für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden.“

Amen.

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