Palmsonntag, 25. März 2018

 

Jesus zieht mit seinen Jüngern in Jerusalem ein. Auf dem Rücken eines Esels, eines Lasttieres, zugleich aber auch in Palästina das Reittier hochgestellter Persönlichkeiten schon seit den Tagen des Bileam. Wir dürfen uns diesen Zug heute neu vergegenwärtigen. Sobald der Herr am Ölberg vorbeikommt, jenem Ort, an dem er nach dem nächtlichen Gebet in wenigen Tagen festgenommen werden sollte, erreicht der Zug die höchste Stelle, kommt über die westliche Seite des Hügels herab. Die ganze Stadt Jerusalem liegt Jesus nun zu Füßen. Vom Lukasevangelium wissen wir, dass Jesus über diese Stadt weint. Er sieht Jerusalem in Blindheit und Sünde untergehen. Er weint über die Verstocktheit der Menschen, empfindet in seiner Barmherzigkeit Mitleid mit jenen Menschen, die sich ihm verweigern. 

Was, wenn es nicht Jerusalem wäre, in das der Herr einzieht?  Was, wenn es unsere Gemeinde wäre? Würde Jesus auch hier über uns, über die Generation Christen des 21. Jahrhunderts weinen? Über meine und deine Blindheit und Verstocktheit, über das Unverständnis, wie Glaube tragen und führen kann, wie die Kirche Heimat sein kann und nicht ständiger Angriffspunkt für Prügel der Medien und Kirchenhasser?  Über die vielen verschlossenen Türen - auch in unserer Gemeinde - und noch mehr über so manche verschlossene Herzen?

 

Wir, die wir heute versammelt sind, um den Einzug Jesu in Jerusalem zu feiern, seine Spuren nachzuzeichnen auf dem Weg in unsere Kirche - wir wollen dem Herrn eine Antwort entgegenrufen: Hosanna - Herr hilf unserer Zeit, hilf unserer Gemeinde, sei du unsere Kraft und schenk uns den Mut, zu dir und deiner Kirche ein ehrliches JA zu sagen. Heute neu  - und immer wieder auf unserem Lebensweg!     Amen. 

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 button praedicatio; Till Magnus Steiner;

 

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