5. Fastensonntag B - 18. März 2018

 

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

„Seht, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn - in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde“, sagt uns Gott durch seinen Propheten Jeremia.

Ein Bund, in dem es heißt: Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. Ein Bund also, wo Gott ein „Gott mit uns“, also der Immanuel ist. In Jesus Christus, dem Gottessohn und Menschensohn begegnet uns dieser Immanuel. Er schließt den Neuen und Ewigen Bund. Kein Vertragswerk auf Papier mit Klauseln und Hintertürchen. Kein bilateraler Friedensvertrag zum Niederhalten militärischer Bedrohung. Ein Bund des Lebens und der Zukunft, ein Bund, den der Herr mit seinem Leben besiegelt. „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht!“ So beschreibt Jesus Christus seinen Weg, um den Neuen und Ewigen Bund mit uns Menschen zu schliessen. Es ist ein Bund in seinem Fleisch und Blut. „Durch den leidvollen Weg des Kreuzes sind die Menschen aller Zeiten, versöhnt und erlöst durch das Blut Christi, zu Freunden Gottes, zu Kindern des himmlischen Vaters geworden!“, sagte Papst Benedikt am 21. März 2008.

Mit Leib und Blut setzt der Herr sich sich dafür ein. Und er breitet am Holz des Kreuzes seine Arme aus, um uns alle zum umfassen und in Liebe an sich zu ziehen. Er zeigt uns sein blutendes Herz, dessen göttliche Liebe für seine Geschöpfe schlägt, um sie zu retten, zu erlösen, zu heiligen. „Seine durchbohrten Arme öffnen sich für jeden Menschen und laden uns ein, uns ihm in der Gewissehit zu näheren, dass er uns aufnimmt und in einer Umarmung von unendlicher Zärtlichkeit an sich zieht: ,Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen‘“, so Papst Benedikt beim Kreuzweg 2008.

Und der Herr setzt ein Zeichen ein, um uns diesen Neuen und Ewigen Bund täglich neu zu vergegenwärtigen. „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“ - „Das ist der Kelch des Neuen und Ewigen Bundes, mein Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden“.

Der Sohn Gottes ist - wie uns der Hebräerbrief heute erneut sagte - durch Leiden zur Vollendung gelangt. Es ist die Vollendung des Erlösungswerkes, das er durch sein Opfer am Kreuz vollbracht hat. Es ist die Vollendung des Heilsweges Gottes mit seinem Volk, das er in seiner Kirche zu diesem Neuen und Ewigen Bund vereint ein. Es ist die Vollendung für unser ganz persönliches - unvergleichliches und unschätzbar kostbares Leben, das aus der Todverflochtenheit dieser Welt herausgehoben wird in das strahlende Licht des Lebens, das uns das Osterfest neu und unüberwindlich vor Augen stellt. 

Amen. 

 

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