Zweiter Adventsonntag - 10. Dezember 2017

Eine Woche Advent. Sind schon alle Vorhänge gewaschen? Alle Fenster geputzt? Alle Weihnachtsbäckerei gebacken, verpackt? Alle Weihnachtsmärkte abgeklappert? Ist schon genügend Punsch getrunken worden, um von Kinderdorf bis LionsClub überall Gutes zu tun?

Fragen, welche die Familien durchaus in diesen Tagen bewegen. Nicht ganz unberechtigt. Zum großen Fest will man es schön haben daheim. Da soll alles frisch geputzt und aufgeräumt sein. Man will etwas Gutes tun. Das ist durchaus legitim. 

Vielleicht aber hilft uns diese Frage nach dem vorweihnachtlichen Hausputz auch, um über einen besonderen „Hausputz“ nachzudenken. Nämlich den unserer Seele, unseres christlichen Lebens!

„Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste!“ - ruft uns der Prophet Jesaja heute entgegen. Und Johannes der Täufer nimmt dieses Wort erneut auf, um das Kommen des Menschensohnes Jesus Christus damit anzukündigen und vorzubereiten. 

Wie schaut es aus in unserem Inneren? Nur mehr Wüste? Trockenheit? Weil wir ausgetrocknet sind an der Härte des heutigen Lebensalltags, weil uns oft keine Luft zum Atmen bleibt, in der Schnelllebigkeit unserer Zeit? Weil wir uns an den Felsen auf unserem Lebensweg blutig geritzt haben, darüber gestolpert sind, manchmal kaum noch Kraft haben, uns wieder zu erheben?

„Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken…. Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn“

Was können wir tun in diesen Adventtagen, dass sich die Herrlichkeit des Herrn in unserem Leben offenbaren kann?

Johannes der Täufer forderte die Menschen damals zur Bußtaufe auf. Ein sichtbares, offenes Zeichen der Umkehr, der Bereitschaft, den Erlöser auf- und anzunehmen. 

Welches Zeichen brauchen wir heute? Was müssen wir tun, um offen zu sein für das Kommen des Gottessohnes?

Wenn Sie von mir jetzt eine allgemein gütltige Antwort erwarten, dann werden Sie enttäuscht sein. Denn die Antwort müssen sie schon selber finden. 

Aber die Kirche schenkt uns die entsprechenden Hilfsmittel: Die Roratemessen, die uns erneut zu dieser - auch körperlichen Wachheit - einladen. Das Angebot des Bußsakramentes, das so manche Hügel und Unebenheiten unserer Seele, Sünde und Versagen, Ichbezogenheit und Blindheit für den Nächsten, wieder lösen und „ausbügeln“ kann. Und der Aufruf des Paulus „Weil ihr das erwartet,… bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden.“

Amen. 

 

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