Palmsonntag - B - 29. März 2015

Es gibt wenige Momente im Kirchenjahr, wo wir den geschützten Bereich unseres Gotteshauses verlassen, um Zeugnis abzulegen für das Reich Gottes, das Wirklichkeit geworden ist mit dem Kommen des Gottessohnes Jesus Christus. 

Heute ist ein solcher Moment, eine Chance, unseren Glauben durch unser Da-Sein, durch unser Gebet, durch unsere Prozession, zu bezeugen. 

Wie die Menschen damals, an diesem ersten Palmsonntag der Geschichte, mit den Hosanna - „Herr Hilf!“ - Rufen ihren Glauben und ihre Hoffnung bezeugt haben, dass in diesem Menschen Jesus der verheißene Christus, der Messias, der Retter und Erlöser zu ihnen gekommen ist. 

Waren vielleicht auch manche Vorstellungen von diesem Retter als neuem König von Israel verzerrt und durch menschliches Denken, menschliche Sehnsucht verfälscht, so haben sie dennoch den Mut aufgebracht, hinauszugehen, ihre Hoffnung und ihre Sehnsucht offen zu bezeugen. 

Wir haben heute die Chance dazu. Wir sind versammelt, um - den Menschen damals gleich - unseren Herrn „in seine Stadt“, in unsere Kirche zu geleiten. Mit Palmzweigen in den Händen, mit Gesängen. Wir werden an Menschen vorbei gehen, für die dieses Geschehen vertraut ist, auch wenn sie selbst schon länger nicht daran teilgenommen haben, und ihnen damit einen neuen Impuls geben, selbst über den Glauben nachzudenken und einen neuen Schritt eines persönlichen Glaubenszeugnisses zu wagen. 

Wir werden vielleicht auch an Menschen vorbeikommen, die mit Gott und seiner Kirche schon länger gebrochen haben, verletzt durch allzu menschliche Ungereimtheiten, verschreckt durch die blindwütige Medienhatz, die in den letzten Jahren gegen die Kirche und ihre Glieder stattgefunden hat. Und ihnen können wir durch unser Glaubenszeugnis und unser Beten, durch unsere Wort und Lied gewordene Hoffnung auf den Herrn Jesus Christus, zeigen, dass die Kirche anders ist, das Gott „ein anderes Gesicht“ hat, als jenes, das ihnen in ihrem Leben bisher begegnet ist. 

Und wenn wir auch niemanden von diesen Menschengruppen begegnen. Wir können uns selbst einen neuen Anstoß geben, dass wir nicht nur heute, auf diesem kurzen Weg zur Kirche, sondern jeden Tag unseres Lebens bereit sind, allen Zeugnis abzulegen von der Hoffnung, die uns erfüllt. Von der Hoffnung auf den Herrn Jesus Christus, der gekommen ist, um uns zu erlösen. Der uns hineinnimmt in das Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung und uns damit das neue Leben schenkt. 

Amen.

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 button praedicatio; Till Magnus Steiner;

 

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