5. Sonntag im Jahreskreis B - 7. Februar 2021

 

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Wieder spielt das Evangelium in Kafarnaum, direkt im Haus des Petrus. Hoffentlich sind Pilgerfahrten ins Heilige Land bald wieder ungehindert möglich. Denn das Heilige Land gilt nicht zu Unrecht als „Fünftes Evangelium“. Beim Besuch von Kafarnaum erkennen wir heute über den Überresten des Hauses Petri eine moderne, achteckige Kirche. Auch die Reste der Synagoge, in der Jesus geheilt und gepredigt, Dämonen ausgetrieben und den Menschen Hoffnung auf das Reich Gottes geschenkt hat, sind heute noch gut zu sehen. 

Was uns das Evangelium berichtet, ist geschichtliche Realität. Die Spuren können wir heute noch im Heiligen Land finden. Und was uns berichtet wird, lässt uns einen Blick wagen auf die tiefe Symbolik, die uns der Evangelist unter dem Einfluss des Heiligen Geistes bietet. Im Haus des Petrus geschieht Heilung. Es ist die Schwiegermutter des Petrus. Keine Totenerweckung und kein Gelähmter steht auf, kein Blinder, dem das Augenlicht wieder gegeben wird. Fieber - vielleicht eine Erkältung. Wo Jesus ist, - im Haus des Petrus - geschieht Heilung. Und die Menschen drängen am Ende der Sabbatruhe, nach Sonnenuntergang zu Haus des Petrus, um von Jesus Heilung zu erbitten. Etwa 3 Jahre später -  nach diesen Ereignissen - wird Jesus Petrus zum irdischen Haupt der Kirche und damit zu seinem Stellvertreter auf Erden machen.

So dürfen wir den Bogen ins Heute unserer Kirche schlagen. Wo die Menschen zum „Haus des Petrus“  - zur Kirche - kommen und Heilung an Leib und Seele erbitten, da kann das Wunder geschehen, kann neue Hoffnung aufkeimen, kann Umkehr und Vertrauen auf Gott, kann Glaube und Liebe neu wachsen. Wo Menschen bereit sind, auf den Heilungs- und Heiligungsdienst der Kirche zu blicken, da kann neues Leben, christliches Leben wachsen. Wo nur die äußeren Fassaden einer „alt gewordenen“ Kirche gesehen werden, wo die Liebe zur Tradition mit mangelnder Zukunftsperspektive verwechselt wird, da erscheint die Kirche nicht mehr als jene Heils- und Hoffnungsspenderin durch ihr Haupt, den ewigen Hohepriester Jesus Christus, sondern nur mehr als weltliche Institution, die in den weltlichen Prinzipien des Aufdeckerjournalismus und einer allein von menschlicher Vernunft getragener Wahrheitsfindung bewertet  - oftmals abgeurteilt wird. 

Vom Haus des Petrus strahlt die Wirkmacht des Gottessohnes Jesus Christus auf die damalige Welt aus. Er bricht auf, zieht durch ganz Galiläa, um Reich Gottes anzukündigen. 

Stärken wir unsere Liebe zum Haus des Petrus, zu unserer Kirche! - Lassen wir uns nicht entmutigen von den Negativurteilen in den Massenmedien, nicht einmal von den Wortmeldungen so mancher Theologen, die letztlich nur mehr sich selbst und nicht mehr die Wahrheit verkünden. Sondern schauen wir auf die große Geschichte dessen, was so einfach und klein im Haus des Petrus in Kafarnaum begonnen hat. 

Amen. 

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