3. Sonntag im Jahreskreis A - 22. Jänner 2017

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Ein wenig werden wir durch die Texte des heutigen Tages daran erinnert, dass die Weihnachtszeit früher bis zum Fest der Darstellung des Herrn, Mariä Lichtmess am 2. Februar, dauerte. 

Da hören wir nochmals diesen trostvollen und freudigen Ruf aus Jesaja: „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht!“

Und wir müssen uns die Frage stellen: Heute, in diesem 21. Jahrhundert, im zweiten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts: Sieht die Welt noch das helle Licht Christi? Oder ist es verdunkelt? Durch uns selbst? Durch unser Versagen, das Versagen der Generationen vor uns?

Woran es mitunter krankt, hat uns Paulus in seinem ersten Korintherbrief heute wieder vor Augen gestellt. Da gibt es Parteiungen, sogar in der kleinen Gemeinde von Korinth. Da hält einer zu dem und der zweite zu einem anderen. Und jene, die eigentlich an einem Strang ziehen müssten, werden zu Gegnern, der eigene Stolz bricht durch, und einer gönnt dem anderen nicht - wie man heute sagt, die Butter auf dem Brot! - Wohlgemerkt, ich habe von Korinth im Jahr 55 nach Christus gesprochen, aber vielleicht klingelt es bei manchen mit Blick auf die Situation in unseren Pfarrgemeinden im Jahr 2017 nach Christus…

Wir bringen wir dieses Licht wieder zum Strahlen? Die Antwort finden wir im Evangelium. Es ist - wie könnte es anderes sein - die Person und Persönlichkeit des Gottessohnes Jesus Christus. Was tut er? Er ruft in seine Nachfolge! Und wie ist die Antwort der Menschen? Sie reagieren positiv darauf! Das ist das „Geheimrezept“ für kirchliches Leben, für neues, strahlendes Licht, das die Völker aus dem Dunkel der Gottferne und Vertrauenslosigkeit und Sünde herausreisst. Die Antwort auf das „Folge mir nach!“ Denn das sagt der Herr einem jeden von uns. Nicht nur ausgewählten. Wohl Nachfolge in ganz verschiedenen Formen, unverwechselbar und für jeden Menschen ganz persönlich. Aber für jeden Menschen. Nicht Alt, nicht Jung, weder Allein noch in Partnerschaft, niemand kann sich von dieser Nachfolge dispensieren. Aus den gewöhnlichsten Lebensbereichen, vom Fischen, hat der Herr seine ersten Jünger berufen. Und Matthäus weiß, warum er hier die alten Worte des Jesaja wieder aufgreift: Das Volk sieht ein helles Licht!

An uns liegt, es, dass dieses helle Licht auch heute wieder zum Vorschein kommt. Dass die Dunkelheit zerrissen wird, die dunklen Wolken fortgeweht werden, die sich auf das kirchliche Leben in diesen letzten Jahren gelegt haben. 

Prüfen wir unseren persönlichen Umgang miteinander! Ob wir der Mahnung des Paulus genug Aufmerksamkeit geschenkt haben. Und vor allem: Denken wir daran, wie oft wir in unserem Leben schon NEIN zu einer echten Nachfolge gesagt haben. Umso mehr wird es Zeit, Jesus ein unverbrüchliches JA entgegenzurufen!

Amen. 

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