3. Adventsonntag - A - 11.12.2016

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

An diesem Sonntag berichtet uns die Liturgie, was der heilige Paulus den ersten Christen in Philippi wiederholt geraten hat: Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Freut euch! Und sogleich erklärt der Apostel ihnen auch den eigentlichen Grund für diese Freude: Der Herr ist nahe!

Dies soll auch unsere Freude des Advents sein und die Freude eines jeden Tages unseres Lebens: Jesus ist nahe und kommt uns immer näher. Der heilige Paulus gibt uns aber auch den entscheidenden Hinweis auf den Ursprung unserer Traurigkeit: Das Abrücken von Gott durch Lauheit oder in der Sünde.

Nicht in der Betrübnis, sondern in der Freude gesellt sich der Herr zu uns. Alle seine Geheimnisse, sind Mysterien der Freude, die Mysterien des Schmerzes sind von uns verursacht. Freue dich, du Begnadete, der Herr ist mit dir,  verkündet der Engel Maria. Der Grund für ihre Freude ist die Nähe des Herrn. Und auch Johannes der Täufer, noch im Leib seiner Mutter Elisabeth, gibt seiner Freude über die Nähe des Messias Ausdruck. Und den Hirten wird der Engel verkünden: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde ich eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren. Jesus zu besitzen macht froh, ihn zu verlieren, macht traurig. 

Freut euch, sagt uns Paulus heute. Und das aus vielen Gründen. Doch der wahre und eigentliche Grund ist dieser: Der Herr ist nahe. In wenigen Tagen wird Weihnachten sein, das Fest der Christenheit, das Fest der Menschheit, die, auch wenn sie es nicht weiß, auf der Suche nach Christus ist. Weihnachten kommt, und Gott möchte, dass wir uns freuen, so wie sich die Hirten freuten, die Weisen aus dem Morgenland, wie Josef und Maria. Und wie sie können wir dem Herrn nahe sein. 

Wir freuen uns, wenn Gott wirklich in unserem Leben zugegen ist, wenn wir ihn nicht von uns gewiesen haben, wenn unsere Augen nicht durch Lauheit oder durch Mangel an Großmut getrübt sind. Wenn wir, um glücklich zu sein, andere Wege beschreiten, als die, die zu Gott führen, werden wir schließlich in Trübsal und Niedergeschlagenheit enden. Die Erfahrung derer, die auf die eine oder andere Weise sich dahin wandten, wo Gott nicht ist, war immer dieselbe: sie mussten feststellen, dass es ohne Gott kein wahres Glück gibt. 

Der Advent und die Weihnachtszeit macht es uns ein bisschen leichter, uns neu unserem Gott zuzuwenden. Da können wir so manche Kindererinnerungen wecken an diese stillen Tage im Jahr, an den Duft der Weihnachtskekse aus der Küche der Mutter, an die ersten Tannenzweiglein, die vor der Plastikrevolution unsere Räume geschmückt haben. An diese freudige Erwartung des Kindes, bis das „Christkind“ doch endlich die ersehnten Geschenke bringt. All dies soll uns helfen, zu begreifen, dass der Herr nahe ist und uns immer näher kommt. 

Freut euch, der Herr ist nahe!

Amen. 

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