Worte können viel Gutes bewirken, aber auch zerstören. Sie können aufbauen und sie können niederreißen. „Über eure Lippen komme kein böses Wort, sondern nur ein gutes, das den, der es braucht, auferbaut und denen, die es hören, Nutzen bringt!“ (Eph 4,29)

Eigentlich sind Worte nur Schallwellen, bewegte Luft. Aber sie sind in Emotionen eingebettet, die eine Resonanz hervorrufen. So wie ein Instrument, so wie ein Sänger einen Resonanzkörper braucht, so braucht ein Wort den Resonanzkörper.

Jesus vergleicht diese Tatsache mit dem fruchtbaren oder steinigen Boden, auf den ein Säman sät. Der Samen ist das Wort. Die Vögel fressen den Samen, d.h. das Wort kommt gar nicht in den Boden. Das ist der Fall, wenn Unruhe oder Unaufmerksamkeit ein Wort gar nicht eindringen lassen. Der Lärm ist so groß, dass das Wort nicht ankommt. Der felsige Boden mit der dünnen Schicht Erde ist wie ein Strohfeuer: erst eine große Begeisterung, dann die Abkühlung und das Vergessen. Die Dornen, die den Samen nicht aufkommen lassen, sind die Sorgen, die Angst, die Niedergeschlagenheit. Das Gute kann gar nicht wachsen, weil der Mut fehlt, weil die Sonne und der Regen nicht durchdringen können.

Jesus beschreibt treffend, wie wir gebaut sind. Er ist ja unser Schöpfer, unser Erbauer. Jesus Christus hat uns geschaffen und Er ist Mensch geworden, dass wir uns selbst besser kennen lernen und Ihn wahrnehmen können.

Die Feuerwehr ist als Gemeinschaft von Freiwilligen ein Resonanzkörper des Guten. Jeder einzelne Kamerad wird motiviert, wenn er ein gutes Wort hört, ein Danke, ein Lob. Die Kameraden freuen sich, wenn sie unterstützt werden, weil ihr Dienst Kraft, Ausdauer und Treue braucht. Der heutige Frühschoppen ist eine angenehme Form der Unterstützung. Aber auch die Spenden, die Ermutigung während des Jahres zählen dazu. Überhaupt gibt es keine Feuerwehren ohne die Familien, die mithelfen, unterstützen und Geduld zeigen, wenn der Mann oder die Frau für andere in den Einsatz geht.

Gestern war das Fest des heiligen Benedikt. Er ist einer der bekanntesten Mönche Europas. Als er sein Kloster in Montecassino  vor 1500 Jahren gründete, schrieb er ein Regel für die Mönche. Darin nimmt er das auf, was Christus gelehrt hat. Das Wort Gottes hören hilft uns Menschen, echte Menschen zu werden. Menschlichkeit ist nicht ein schwammiger, unbestimmter Begriff. Mensch sein bedeutet, das Bild Gottes, das in uns ist, zu Tage zu bringen. Gott hat in uns die Kraft zum Guten hineingelegt. Er spricht zu jedem durch sein Gewissen. Wie schön ist es, Gott an der Seite zu wissen. Wenn die Feuerwehrkameraden in den Dienst gerufen werden, wenn sie sich für andere einsetzen, keine Mühe scheuen, setzen sie das Gute um, das Gott in uns gelegt hat.

 

Lasst uns beten zu Gott, unserem Vater, dem Quell aller Heiligkeit:

Du bist wunderbar in Deinen Heiligen;

  • sende auch unserer Zeit heilige Männer und Frauen.

Du rufst uns Menschen in Deinen Dienst;

  • steh allen bei, denen ein Amt in der Welt aufgetragen ist.

Die heilige Maria Magdalena hat als erste den auferstandenen Herrn Jesus Christus gesehen;

  • stärke die Menschen, die an Dich glauben.

 

Auf die Fürsprache Deiner Heiligen bewahrst Du uns vor Bösem;

  • Beschütze uns vor Bränden und Naturgewalten und stehe den Kameraden der Feuerwehren in ihrem Einsatz bei.

Durch den Tod und die Auferstehung Deines Sohnes hast Du die Sünde der Welt hinweggenommen;

  • schenke den verstorbenen Kameraden der Feuerwehren und allen unseren Verstorbenen ewiges Leben.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

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