Religion macht das Unsichtbare sichtbar. Das Geistige wird greifbar nahe.

Deshalb versammelte Jesus Seine 12 Apostel wenige Stunden, bevor man ihn in der Nacht verhaftete. Sie waren in einem Saal in Jerusalem und aßen das Paschamahl.

„Er nahm das Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!“ (1 Kor 11, 24-25)

Heute bekommt ihr dieses Brot, das der Leib Christi ist. Das heißt, dass Ihr ganz bewusst Gott in euch aufnehmt. Nach außen hin ist es ein einfaches Brot. Es hat einen ganz feinen Geschmack. Noch viel feiner ist die Gegenwart Gottes. Er drängt sich nicht auf. Gott klopft an dein Herz und bittet um Einlass, weil Er dich mit Seiner Kraft erfüllen will. Seine Kraft – das ist Gnade, Geschenk. Gott aufzunehmen heißt ein Geschenk annehmen.

Viele Leute haben diesen Tag besonders vorbereitet: Ihr selbst durch den Unterricht in der Schule, durch die Beichte, durch die Erstkommunionsstunden; eure Eltern und Großeltern, eure Paten, indem sie euch dazu ermunterten, euch in eurer Entscheidung bestätigten; die Musiker, Ministranten, der Messner, die Organistin, die Helferinnen beim großen Pfarrcafé.

Das ist mein Leib – diese Worte sind heute die wichtigsten. Jesus sagt sie zu Euch, weil er lebt. Er ist auferstanden, wie Er es gesagt hat. Deshalb lasst euch seinen Leib in die Hand legen. Sagt Amen, weil ihr daran glaubt. Esst ihn mit Andacht. Und Gott wird euch ganz erfüllen. Zu Fronleichnam feiern wir wieder, dass Gott in Seinem Leib, in der Eucharistie gegenwärtig ist. Jeden Sonntag denken wir in der Kirche daran und empfangen Ihn. Ich lade euch und eure Familien ein, das Gedächtnis an Jesus Christus zu pflegen. Kommt am Sonntag in die Kirche. Geht zu Fronleichnam mit. Streut Jesus Blumen, der uns diese schöne Welt geschenkt hat. Dank Ihm, der uns das ewige Leben gibt. Jesus macht das Unsichtbare sichtbar, Er selbst wird greifbar nahe – für euch. Amen.

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