Liebe ist ein Gefühl und mündet in eine innere Haltung, die das Leben prägt. Sie formt die Hochzeiten des Lebens und die ganz gewöhnlichen Tage. Die Popularität des Muttertags weist darauf hin: Eine Mutter darf beobachten, wie ihr Kind in ihr heranwächst, ein ganzer Mensch schon vom ersten Augenblick an. Schon mit der Empfängnis ist klar, dass in ihr jemand heranwächst, der ihr, der Mutter, und dem Vater ähnlich ist. Sie umfängt diesen noch kleinen Menschen körperlich mit ihrer ganzen Kraft, die ihr in der Schöpfung geschenkt worden ist. Das Heranwachsen ist ein Zeichen von Kraft, gleichzeitig kann es nicht „gemacht“ werden. Das Wachsen ist ein besonderes Phänomen unserer Schöpfung, das wie von selbst geschieht. Woher kommt dieser Drang? Warum ändert sich etwas und bleibt nicht, wie es ist? Die Eltern sind erste Zeugen dieser Erscheinung, die sich in ihren Kindern zeigt. Das Gefühl der Liebe bewährt sich im alltäglichen Leben und verbindet sich mit dem Denken, Wollen und den großen Fähigkeiten unseres menschlichen Verstandes.

Jesus Christus zeigt uns, dass das konkrete Handeln des Menschen mit der Liebe zusammenhängt und auf ihr aufbaut: „Wenn ihr mich liebt,

werdet ihr meine Gebote halten.“ Die Liebe zu Ihm ebnet den Weg der Gebote. Die Gebote folgen aus der Liebe.

Amen.

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