„Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse.“ (Joh 20,9) Ganz nüchtern beschreibt der Hl. Apostel und Evangelist Johannes, was er am Ostermorgen erlebt hat.

Dass er gemeinsam mit dem Hl. Petrus am Grab war, überrascht nicht. Petrus war der Sprecher der Apostel, der Jesus als Christus, als Messias bekannt hat. Gleichzeitig zeigte er seine Schwächen: Er wollte keinen leidenden Messias. Und diesen bedrohten Messias, seinen Freund, verleugnete er vor einer einfachen Magd und einem einfachen Knecht.

Das ließ ihn nicht ruhig, es traf ihn im innersten Herzen. Natürlich wollte er wissen, was passiert war, als Maria Magdalena vom geöffneten Grab berichtet hatte.

Sein Mitstreiter war Johannes, genauso ein Suchender, der sich den Beinamen gegeben hatte „der andere Jünger, den Jesus liebte“. Das ist die größte Auszeichnung für uns Menschen: nicht ein Orden, ein Titel, ein Denkmal, sondern die Liebe Gottes zu uns.

Die Logik der Auferstehung war den beiden noch nicht klar geworden, obwohl sie Jesus Christus so gut kannten. Jesus mit den Augen zu sehen bedeutet noch nicht, Ihn zu verstehen.

Es brauchte eine Weile, bis Petrus vor die Leute treten konnte: „Wir sind Zeugen.“ (Apg 10, 39) Ohne Umschweife spricht er vor den Juden in Jerusalem, in ihrer heiligen Stadt, zum Fest der 10 Gebote, zum Fest der Offenbarung auf dem Berg Sinai. Man muss sich diesen Zusammenhang vor Augen führen, die Dichte eines religiösen Festes, und dann den Kontrast, der wie eine neue Brücke ist: Petrus bekennt auch vor dem heidnischen Hauptmann Kornelius, in Caesarea Maritima, dem Zentrum der römischen Macht in Israel: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen.“ (Apg 2,32)

Wir ziehen heute hinaus vor die Kirche, um diese Frohe Botschaft zu verkünden. Uns wurde sie anvertraut, damit sie uns mit Freude erfüllt und in die Welt hinausstrahlt. Jesus Christus hat durch Seine Auferstehung für uns den Weg zum Leben geöffnet. Indem Er uns die Angst vor dem Tod nimmt, macht Er uns zu Boten des Friedens.

„Er hat uns geboten, dem Volk zu verkünden und zu bezeugen: Dieser ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten. Von Ihm bezeugen alle Propheten, dass jeder, der an Ihn glaubt, durch Seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt.“ (Apg 10,42-43)

Das ist unsere Kraft, daraus leben wir Christen: die innere Befreiung von der Last der Sünden, die uns in der Fastenzeit geschenkt wird, und die Hoffnung auf die Auferstehung, die uns das Osterfest verheißt.

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Amen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, voll Vertrauen kommen wir zu Dir:

 

Du bist der treue Zeuge;

  • Hilf den Christen, dass sie im täglichen Leben von Dir Zeugnis geben.

Du bist der Gute Hirte;

  • erhalte die Neugetauften in Deinem Leben.

Du bist Sinn und Ziel unseres Lebens;

  • führe Juden und Christen in Deiner Kirche zusammen.

Du sendest uns Deinen Heiligen Geist;

  • stärke uns Firmlinge im Glauben an Dich.

Du bist von den Toten auferstanden;

  • schenke unseren Verstorbenen das ewige Leben

Denn Du schenkst uns Deine Gegenwart, dafür danken wir Dir heute und in alle Ewigkeit. Amen.

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