Ostermontag 2026

 

Zwei Jünger gehen traurig den Weg nach Hause – und plötzlich wird ihr Blick auf die Welt neu. Die Frohe Botschaft lautet: Christus geht mit, er öffnet die Augen, und in der Eucharistie schenkt er uns Hoffnung, die wirklich trägt. 

Jeder von uns kennt wohl diese Tage: Man denkt viel nach, man ist niedergeschlagen, vieles wirkt „zu Ende“. Und doch bleibt eine Frage offen: Ist der Herr wirklich noch da? Die Emmausjünger bekommen eine klare Antwort – nicht durch große Worte, sondern durch eine unvergessliche Begegnung.

Da Lukas erzählt, dass die Jünger „auf dem Weg“ sind, zeichnet er damit schon ein Bild von der Kirche: Wir sind eine pilgernde Gemeinschaft, die unterwegs ist – manchmal mit Hoffnung, manchmal mit Zweifeln. 

Die Jünger reden miteinander über das, was vorgefallen ist. Sie sind traurig, und trotzdem erkennt keiner der beiden, dass es Jesus ist, der neben ihnen geht. Er fragt sie: „Was besprecht ihr miteinander?“ Sie bleiben stehen, und ihre Traurigkeit steht ihnen ins Gesicht. 

Dann macht Jesus etwas sehr Konkretes: Er erklärt ihnen die Schriften – angefangen bei Mose und den Propheten – und zeigt ihnen, wie Christus leiden musste, um in seine Herrlichkeit zu gelangen. Das ist wichtig: Hoffnung wächst nicht aus einem Gefühl, sondern aus dem Wort Gottes, das Herz und Verstand neu ordnet.

Als sie am Abend mit ihm am Tisch sind, nimmt Jesus Brot, segnet es, bricht es und gibt es ihnen. Und „da wurden ihre Augen geöffnet“: Sie erkennen ihn – und er entschwindet aus ihrem Blick. Trotzdem ist jetzt alles anders: Ihre Herzen fangen wieder an zu brennen, und sie gehen sofort zurück nach Jerusalem, um anderen zu sagen, was sie erfahren haben: „Der Herr ist wirklich auferstanden!“

Darum betont die Kirche: Die Eucharistie ist nicht nur ein Zeichen, sondern eine echte Verkündigung der Auferstehung – in höchster Form. Sie ist außerdem Quelle und Höhepunkt der ganzen Evangelisierung. So wird Ostern nicht nur erinnert, sondern gefeiert, gegenwärtig gemacht und lebendig. 

Papst Benedikt beschrieb genau diesen Weg: Ostern bedeutet, den Weg der Jünger mitzugehen – durch das Wort Gottes und die Eucharistie. Dann werden die Augen geöffnet für den Sinn der Schrift und für die Gegenwart des Auferstandenen. 

Auch Papst Leo hebt hervor: Das Brechen des Brotes „öffnet die Augen des Herzens“ wieder, und daraus entsteht neue Freude und Kraft – und der innige Wunsch, die Botschaft von Leben und Hoffnung weiterzusagen. 

Unsere christliche Hoffnung ist nicht bloß Optimismus. Sie ist ein Geschenk Gottes, das der Heilige Geist in uns eingießt. Sie nimmt das Böse nicht „magisch“ weg, aber sie gibt Gewissheit: Du bist geliebt, dir wird vergeben, und der Auferstandene hat Sünde, Tod und Angst überwunden. 

Die Emmausjünger gingen zurück, weil ihr Herz neu brannte. Auch wir müssen nicht alles sofort verstehen. Gehen wir weiter – und suchen wir den Herrn dort, wo er sich zeigt: im Wort und im Brotbrechen.

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Halleluja

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