4. Fastensonntag - A - 15.3.2026

Samuel salbt im Auftrag Gottes den jüngsten Sohn des Isai, David. Und Gott begründet damit das Königsgeschlecht, das über fast 1000 Jahre nach und nach arm werden, absteigen mußte, bis aus diesem Geschlecht der „Sohn Davids“ schlechthin, der Herr Jesus Christus, geboren wurde. 

Mit einer Salbung beginnt der Weg. Auch unserer. In der Taufe wurden wir mit dem Heiligen Chrisam gesalbt, in der Firmung wurde diese Salbung erneut gespendet. Bei der Priester- und Bischofsweihe wird der Kandidat wieder gesalbt. 

 

Salbung mit heiligem Öl, Salbung mit dem Heiligen Geist. Berufung durch Gott. Die Taufe ist nicht nur Geburtsfest, die Firmung nicht „Jugendweihe“. Es geht um viel mehr. In den Sakramenten, in den Salbungen verwirklicht sich der Auftrag der Kirche.

In geheimnisvollen Worten sagt uns Jesus heute: „Zu richten bin ich in diese Welt gesandt, damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden!“

Gemeint sind hier jene, die sich einbilden zu sehen. Jene, die sich einbilden, diese Welt erklären zu können, und Gott draußen zu lassen oder auszusperren. Jene, die die Entstehung der Welt mit Urknall und Evolution ohne Gottes Einwirken beschreiben. Jene, die den Menschen auf seine physischen Funktionen reduzieren, in die man nach Belieben mit Chemikalien eingreifen darf. Jene, die - nicht zuletzt um des Geldes wegen - zu Mördern am ungeborenen menschlichen Leben werden, in den Abtreibungskliniken - auch bei uns. Jene, die für alles und jedes eine Erklärung haben, die Toleranz predigen und alle Meinungen und Lebenshaltungen und Anschauungen und Partnerschaftsmodelle und sexuelle Orientierungen gut heißen, nur eines nicht: die Botschaft der katholischen Kirche und ihre Haltung!

Das sind die, die sich einbilden zu sehen. Und manchmal passiert es uns selbst auch, dass wir nicht bereit sind, uns auf Gottes Wort einzulassen, seine Botschaft neu zu bedenken, anzuwenden auf die konkreten Situationen unseres Daseins. .

Dem Blinden wird im Evangelium das Augenlicht geschenkt. Und er sieht nicht nur mit den leiblichen Augen, sondern er erkennt im Glauben den, der als Menschensohn, als Messias, dieser Welt, dieser Menschheit das Leben schenkt. 

Unsere Bitte darf heute lauten: Herr, mach uns sehend. Befreie uns von unserer Blindheit, vor allem von unserem Hochmut, in dem wir glauben, ohne dich sehen zu können!

Nehmen wir den Aufruf des Paulus in diesen Tagen der Fastenzeit ernst: „Lebt als Kinder des Lichtes!“

Amen. 

heiligenlexikon_button.png

button_evangelium_neu.jpg

  • Default
  • Titel
  • Datum
  • Random
MEHR ANZEIGEN Alle anzeigen

Joomla!-Debug-Konsole

Sitzung

Profil zum Laufzeitverhalten

Speichernutzung

Datenbankabfragen

Protokollnachrichten