Gott wurde Mensch, um das durchzumachen, was auch wir erleben. Das Gespräch in der Wüste gibt davon Zeugnis. Kein Mensch war dabei. Jesus muss es also seinen Jüngern erzählt haben, sonst wäre es nicht aufgeschrieben worden. Das zeigt die Bedeutung dieses Ereignisses.

Wie kommt Jesus dazu, diese Versuchungen zu erleben? Er wurde vom Geist in die Wüste geführt. Was sich hier ereignete, hatte seinen Sinn. Er war als Mensch nicht allein, sondern von Gott begleitet. Das ist ein Hinweis für uns, die wir Ähnliches erfahren. Vom Heiligen Geist begleitet zu sein, das ist der „Stand der Gnade“. Wir können uns fragen, wie Jesus die Versuchungen bestand. Im Gespräch mit dem Teufel klingt er souverän, ruhig. Er lässt sich auf die Argumentation ein. Man merkt, wie Er in der Erfahrung des Volkes Israel verwurzelt ist. Für jede der drei Versuchungen führt Er eine Stelle aus der Bibel an:

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,

sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.

Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.

Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten

und ihm allein dienen.

Wie besteht Er in den Versuchungen? Der menschliche Wille wird durch die Gnade Gottes getragen. Das versteht man unter Stand der Gnade. Der Mensch fällt nicht, wenn Gott ihn hält. Er bleibt stehen, wenn er sich von Gott halten lässt. Das Leben mit dem Heiligen Geist – das ist der Stand der Gande, ein mächtiger Schutz für jede Situation.

Können wir das erreichen? Sind wir beschützt wie Jesus? Die Kirche bietet uns diese Möglichkeit an. In den Sakramenten verbindet sich Gott mit uns. Wir werden vom Heiligen Geist erfüllt, ausgerüstet für das Leben. Das bedeutet Herrlichkeit. Wir nehmen teil am Leben Gottes, der das Böse besiegt und immer wieder neu das Gute in die Welt bringt. So kann der Hl. Paulus aus seiner persönlichen Erfahrung den Römern schreiben: „diejenigen, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteilwurde, [herrschen] im Leben durch den einen, Jesus Christus.“ (Röm 5,17) Was meint er damit? Die Menschen, die mit Gott verbunden leben, erschließen sich eine Kraftquelle für ihr Leben.

Wir brauchen keine Angst haben vor dem, was uns begegnet. Gott lässt keine Versuchung zu, die über unsere Kräfte geht. Auch das ist die Erfahrung des Hl. Paulus. Gott stärkt uns, wenn wir es zulassen. Letztlich bewährt sich der Mensch, der sich von Seinem Schöpfer im Stand der Gnade halten lässt. Amen.

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