Was lebendig ist, ist verletzlich. Ein Gerät kann repariert werden, eine Seele nicht. Sie braucht eine Heilung, in der sich die Wunden schließen können und das Leben wieder spürbar wird.

So drückt es Jesaja aus: „Über denen, die im Land des Todesschatten wohnten, strahlte ein Licht auf.“ (Jes 9,1) Wer in der Dunkelheit der Einsamkeit, in der Finsternis der Verletzung gesessen ist und von einem Licht herausgerufen wurde, hat Heilung erfahren. Jesaja spricht von uns Menschen und weist auf ein geheimnisvolles Licht hin.

Obwohl der Prophet mehrere Jahrhunderte vor Weihnachten schrieb, sah er es schon als geschehen an. So sicher war sich dieser Prophet.  „Das Licht ist aufgestrahlt.“

Dieser Text wird noch eindrucksvoller, wenn wir seine Geschichte betrachten.

Vor achtzig Jahren fanden Beduinen Schriftrollen in der Wüste beim Toten Meer. In einer Höhle entdeckten sie zahlreiche Tonkrüge und in ihnen rollen aus Pergament, das ist Leder als Schreiboberfläche. Dieser Fund wurde weltbekannt unter dem Titel „die Schriftrollen von Qumran“. Darunter war eine Rolle, die über 7 Meter lang ist. Diese Schriftrolle enthält fast das ganze Buch Jesaja und wurde etwa 200 Jahre vor der Geburt Christi geschrieben.

Mit dieser geschichtlichen Information werden die Worte des Propheten Jesaja noch eindrucksvoller: „Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt.“ (Jes 9,5)

Ein schwaches, verletzliches Kind lag in der Krippe in Betlehem. Gleichzeitig war es voller Leben und Hoffnung. Nicht umsonst spricht Weihnachten viele Menschen an, auch Gläubige nichtchristlicher Religionen. In der Schwachheit des Kindes zeigt sich gleichzeitig seine Stärke. Alle sind fasziniert: Maria und Josef, die Hirten, die Magier, die von weither kommen. Dass Gott Mensch wurde, ist ein tiefes Geheimnis. Es folgt aus der Botschaft der Engel: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr.“ (Lk 2,11)

Was lebendig ist, ist verletzlich. Gott kommt in unsere Verletzlichkeit. Er verbindet unsere Wunden. Gott freut sich über Menschen, die ihn aufnehmen, wie Maria, Josef, die Hirten und die Könige. Er schenkt uns Freude, die nie vergeht, die ihre Narben kennt, aber aus der Kraft Gottes lebt: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.“ (Lk 2, 14)

 

FÜRBITTEN

Lasst uns zu Jesus Christus beten, der gekommen ist, Gott ein heiliges Volk zu bereiten:

 

Für die heilige Kirche:

  • dass sie auf der ganzen Erde wachse.

Für die Völker der Erde:

  • dass sie in Frieden miteinander leben.

Für die Armen, die Gefangenen und die Flüchtlinge:

  • erwecke Menschen, die ihnen beistehen.

Für uns alle:

  • gib, dass wir Dich in bösen und guten Tagen suchen und finden.

Für unsere verstorbenen Brüder und Schwestern:

  • führe sie heim in das Reich Deines Vaters.

Herr, wir bitten Dich, erhöre unsere Bitten heute und alle Tage unseres Lebens. Amen

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