Letzten Samstag hat mich beim Eingang eines Baumarktes eine rotweiße Plastikfigur begrüßt und ein Weihnachtslied gesungen. Man kann gar nicht einmal von einem Weihnachtsmann sprechen, eher von „Väterchen Frost“. Die armen Angestellten, die sich diese Musik ein Monat lang anhören müssen, ich glaube, dass ihnen die Weihnachtslieder bald zu viel werden. Das ist eine Kommerzialisierung eines kirchlichen Festes. Jesus hat die Händler aus dem Tempel vertrieben. Wie würde Er reagieren? Vielleicht würde er schmunzeln über die unbeholfene und gleichzeitig gezielte Aktion, um Menschen in Kaufstimmung zu versetzen. Dieser Plastikmann am Eingang des Baumarkts ist wie ein Schatten eines der schönsten Feste, das wir Menschen kennen. Es ist so wichtig, dass wir uns vier Wochen darauf einstimmen. An vielen Orten gibt es Adventmärkte, die Blasmusik spielt bekannte Melodien. Menschen stehen zusammen, reden miteinander. Die Dunkelheit wird durch Lichter erhellt. Es ist das Licht des HERRN, es ist das Licht Gottes, das in der Finsternis scheint. „Auf, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. ... wir wollen gehen im Licht des Herrn“, sagt der Prophet Jesaja. Was bewirkt dieses Licht? Was löst Gott in uns aus? „Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation,

und sie erlernen nicht mehr den Krieg.“ Gott versöhnt Menschen miteinander, indem Er sie mit sich versöhnt. Wie viel Streit und Konflikte begegnen uns! Wie viel Kummer und Sorge erfahren wir selbst! Dagegen stellt sich Jesus, der das Licht der Hoffnung in die Welt gebracht hat. In allen Religionen finden wir die Hoffnung auf das Gute. In Christus ist es real geworden. Christus ist der Gute, der in die Welt kommt, um sie gut zu machen. Gott hat die Welt gut erschaffen, aber unser falscher Ehrgeiz, unser Misstrauen, unser ständiges Habenwollen bringt alles durcheinander. Der Advent ist eine Zeit, in der wir Bescheidenheit lernen können. Es ist eine Art des Fastens. Man nimmt sich zurück, besucht Menschen, die sich darüber freuen, schreibt Freunden, liest etwas, was die Seele erbaut. Advent bedeutet sich Zeit nehmen für die Gesundheit der eigenen Seele, damit Christus durch uns Sein Licht in die Welt bringen kann. Die Sünden des eigenen Lebens sollten wir in der Beichte aussprechen, weil Gott uns vergeben will. Die Fragen der eigenen Sehnsucht sollten wir im Gebet zu Gott tragen, weil Er das Ziel unseres Suchens ist.

Christus kommt unerwartet. Er sagt selbst: „Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.“ Deshalb warten wir bewusst auf Ihn. Wir laden Ihn ein, unser Inneres zu erhellen.

Amen

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