5. Sonntag im Jahreskreis A - 9. Februar 2020 

Liebe Schwestern und Brüder!

Stellen wir uns zu Beginn die Frage: Welche Botschaft haben wir dieser Welt als Katholiken zu bieten? Und wie gelingt es uns, die Botschaft des liebenden Gottes in dieser Welt neu zum Strahlen zu bringen? 

Jesaja formuliert heute einige klare Herausforderungen: „Teile an die Hungrigen dein Brot aus, nimm die obdachlosen Armen ins Haus auf, wenn du einen Nackten siehst, bekleide ihn und entziehe dich nicht deinen Verwandten. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Wunden werden schnell vernarben. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach.“ (Jes 58,7-8). 

Er zeigt uns - in der Terminologie der heutigen Zeit gesprochen - den Weg der Caritas, um den Menschen das liebevolle Antlitz Gottes neu verstehbar zu machen. Dort, wo wir die Werke der Nächstenliebe ohne Hintergedanken leisten, geht das Licht der göttlichen Liebe neu in unserer Welt auf. Zugleich spüren wir aus den Worten des Jesaja die Verheißung, dass caritatives Tun, Werke der Nächstenliebe, keine Einbahnstraße sind. Gott selbst wird für den da sein, der so handelt. Gott gibt uns die Zusage: „Wenn du dann rufst, wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.“ (Jes 58,9)

 

Der Völkerapostel Paulus zeigt uns, was Inhalt unserer Verkündigung sein soll. Es geht nicht um die perfekte Rhetorik des Predigers, es geht nicht um gut geschliffene Redewendungen, hochgespitzte theologische Formulierungen. 

Denn nirgendwo sonst hat sich Gottes Liebe so direkt und unüberwindlich gezeigt als im Tod des Gottessohnes Jesus am Kreuz. Gott stirbt aus Liebe zu uns den Tod der Menschen, um in seiner Liebe diesen Tod für uns zu überwinden!

Das ist die Botschaft der Liebe, die diese Welt braucht. Nicht die „Brandthemen“, die von den Medien ständig und ständig hochgekocht werden. Nicht die „heissen Eisen“, die angeblich über Sein und Nichtsein des kirchlichen Lebens entscheiden. Nicht die in Menschenbahnen gedachten und erdachten Entscheidungen eines „synodalen Weges“. 

 „Ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und zwar als den Gekreuzigten.“, sagt uns Paulus. Und genau so sollten wir an unsere Mitmenschen herangehen. Und ihn verkündigen, dessen Wort dieser Welt neuen Geschmack geben kann und muss. Deshalb sagt Jesus den Jüngern - und heute uns - „Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt!“

Treten wir freudeerfüllt und hoffnungsfroh gegen die Geschmacklosigkeit dieser Welt auf. Einer Welt, die sich in Nebenschauplätzen verliert und damit das Eigentliche und Wahre aus dem Blick verliert, einer Welt, die auf so viele offene Fragen keine oder nur falsche Antworten weiss. 

Unsere Kirche braucht heute mehr denn je diesen neuen Geschmack eines geklärten Blickes auf die Wahrheit, die Christus allein ist und er uns allein geben kann. Denn wo - auch in von Bischöfen begleiteten und geführten „synodalen Wegen“ schon einmal die Vorbedingungen fehlerhaft sind, kann kein richtiges Ergebnis erwartet werden. 

Doch das Wort des Lebens, das uns in Jesus Christus geoffenbart wird, gepaart mit unseren Werken der Liebe, die den Menschen Gottes Güte und Menschenfreundlichkeit erweisen, ist die Botschaft, die diese Welt überwindet. Unser Glaube in Worten und Werken. 

 

Amen. 

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