Fest der Heiligen Familie - 29.12.2019

Schwestern und Brüder im Herrn!

Der Sonntag in der Weihnachtsoktav lenkt unseren Blick auf die Heilige Familie. Der erste Gedanke, die erste Fragestellung, die uns bewegen sollte ist: Wieso nimmt Gott diesen Weg, um Mensch zu werden auf unserer Erde. Wieso kommt er nicht mit Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels, mit Feuer und überwältigenden Zeichen, die diese Menschheit mit einem Schlag bekehrt hätten und so die Erlösung auf eine Art und Weise bewerkstelligt hätte, wie wir sie heute nur erträumen können?

Wir werden die Gedanken unseres Schöpfers niemals durchdringen können. Aber eines können wir klar erkennen. Der Erlöser wollte aus einer gewöhnlichen Familie hervorgehen, und so war das erste, was Jesus mit seiner Gegenwart heiligte, eine Familie. Und dies soll uns ein besonderes Zeichen sein. Aus einer Familie geht Christus hervor, aus den christlichen Familie gehen die Christen hervor. 

Dies klingt wie eine einfache Schlussrechnung - doch zugleich wissen wir um die Schwierigkeiten und die Tragik dieser Sachlage. Wie viele christliche Eltern sind in Sorge um ihre Söhne und Töchter, um ihre Enkel, die sich einfach nicht zum Gottesdienstbesuch, zu einem christlichen Leben, zu einer kirchlichen Trauung überreden oder überzeugen lassen. Wie viele christliche Eltern haben schon fast die Hoffnung aufgegeben, dass in der eigenen Familie Glaube und Kirchlichkeit auf die nächste Generation übergeht. 

Und doch: Christus heiligt als allererstes die Familie. Er wollte aus einer einfachen Familie geboren sein. Zwischen Josef und Maria herrschte ein geheiligter Bund. Sie waren füreinander da. So ist Jesu Familie geheiligt, ein Vorbild menschlicher Tugenden, bereit, in allem den Willen Gottes zu erfüllen. Und jede christliche Familie sollte wahres Abbild der von Nazaret sein. Ein Ort, an dem Gott seinen Platz hat, und Mittelpunkt einer wechselseitigen Liebe. 

Fragen wir uns: Ist unser Zuhause wirklich so? Widmen wir unserer Familie die Zeit und die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Oder ist das zweite Gehalt für den zweiten Urlaub, für den höheren Lebensstandard wichtiger als die Zeit füreinander? Ist der Mittelpunkt unseres Zuhauses Jesus? Bemühen wir uns hinreichend um die anderen? Fragen die wir uns in unserem heutigen Gebet stellen sollten, bevor wir sorgenerfüllt auf die nächste Generation schauen. Fragen, die uns täglich bewegen sollten, nicht nur heute, wo wir auf Jesus, Maria und Josef schauen, an diesem Festtag, den die Kirche ihnen widmet. 

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 button praedicatio; Till Magnus Steiner;

 

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