Gründonnerstag, 13. April 2017

„Tut dies zu meinem Gedächtnis“ -  Dies klingt bei den Berichten der Evangelisten über das Letzte Abendmahl nach. Und in jeder Heiligen Messe hören wir es nach der Hl. Wandlung. Was hat der Herr uns zur Wiederholung aufgetragen? Was ist es, das wir tagtäglich, und in besonderer Weise an den Sonntagen gemeinsam feiern?

Sicher nicht das Paschamahl, falls Jesu Letztes Abendmahl ein solches war. Pascha war ein Jahresfest, seine wiederkehrende Feier war in Israel durch die heilige Überlieferung klar geregelt und an ein bestimmtes Datum gebunden. So wäre es überflüssig, einen Auftrag zur Wiederholung zu erteilen. 

Zur Wiederholung aufgetragen ist uns also nur das, was Jesus an diesem Abend neu getan hat: das Brotbrechen, das Gebet des Segens und des Dankes und mit ihm die Worte der Verwandlung von Brot und Wein. 

Durch diese Worte wird unser Jetzt, unser Leben, unsere Gegenwart in den Augenblick Jesu hineingenommen. 

Hier vollzieht sich, was Jesus angekündigt hat: Vom Kreuz her zieht er alle an sich, nimmt er alle in sich hinein. 

Das feiern wir tagtäglich. Wir feiern Jesu Kreuzesopfer, wir feiern das Opfermahl, wo unsere menschliche Existenz, unsere Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts hineingenommen wird in die Gegenwart Jesu, in den Augenblick der Erlösung. Wir nehmen tagtäglich an der Erlösung dieser Welt teil!

Nicht das Gemeinschaftsmahl, ausgesetzt der blinden Kreativitätswut kirchlicher Funktionäre, sondern das Faktum der Erlösung dieser unserer Welt, unserer Menschheit, meines konkreten Lebens ist es, das wir vollziehen sollen. 

Feiern wir es mit einem neuen Bewußtsein. „Ich bin erlöst. Jesus, du hast mich erlöst, du nimmst mich neu in diese Erlösung hinein!“

Denn nur durch das Feiern der Eucharistie hat diese Welt weiter Bestand!

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 button praedicatio; Till Magnus Steiner;

 

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