Röm 8,11.14-17

Joh 11,17-27

Können wir uns das Leben nach dem Tod vorstellen? Diese Frage kommt immer wieder auf, gerade wenn ein Mensch stirbt. Wie ist es, wenn ich diese Schwelle überschreite. Wird es ein Leben geben oder ist alles aus? Vielleicht ist es nur eine Wunschvorstellung, dass etwas Neues kommt? Oder haben wir verlässliche Hinweise dafür?

Die Zukunft kann man nicht wissen. Nur über die Vergangenheit kann ich sagen, was ich erlebt habe. In die Zukunft reicht nur das Vertrauen, der Glaube. Den Glauben soll man aber nicht mit einer Illusion verwechseln. Der Glaube ist nicht eine Einbildung nach der Devise „Es wird schon alles gut“ oder „Ich habe meine persönliche Wahrheit“. Der Glaube ist die Grundlage unserer Hoffnung. Wenn ein Mensch zuversichtlich ist, hat er einen starken, festen Glauben. Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen. Wenn ein Mensch glaubt, dann erfährt er Tatsachen, die er nicht sehen kann (Hebr 11,1). Glauben hat also etwas mit Realität zu tun, nicht mit Einbildung oder Autosuggestion. Und für den Glauben, der uns hier prägt, den christlichen Glauben, haben wir zuverlässige Zeugen. Der erste Zeuge ist Jesus Christus. Er bezeugt nicht nur, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Er selbst ist das Leben. Jesus Christus ist Gottes Sohn, Er selbst ist Gott. Er schenkt das Leben. Denn in Ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. Weil Jesus Christus wirklich gestorben und auferstanden ist, haben auch wir die Hoffnung der Auferstehung. Jeder der an Ihn glaubt, wird durch Ihn leben: „Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt.“ (Rom 8,11)

[Hier der Text des Nachrufes mit Lebensdaten des Verstorbenen]

Das Evangelium zeigt uns, wie einfühlsam Jesus auf die Fragen der Menschen eingeht. Marta, Maria und Lazarus gehörten zu seinen engsten Freunden. Er liebte sie, sagt Johannes. Nach dem Tod des Lazarus spricht Marta mit Ihm über das ewige Leben. Sie bekennt ihren Glauben, ohne dass sie schon sieht, was sie glaubt: „Ich weiß, dass Lazarus auferstehen wird am Jüngsten Tag.“ (Joh 11,24) Christus zeigt ihr, dass sie nicht ins Leere glaubt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ (Joh 11,25-26) In dieser Gewissheit hat [unsere Schwester/unser Bruder ...] gelebt. Sie ist uns vorausgegangen. Wir beten für sie, dass ihr Christus schenkt, was Er uns verheißen hat: das ewige Leben mit Ihm und in der Gemeinschaft der Heiligen. Amen.

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