Erstkommunion St. Veit 29.5.22

Jer 17, 7-8

Mt 13, 31-32

Was kann ein Baum? Wie wirkt er auf uns? Er wächst aus einem kleinen Samenkorn – wird sehr groß, hält Wind, Regen und Kälte und Hitze aus, ist Schutz und Nahrung für Tiere, schön, nützlich für die Menschen – seine Früchte und das Holz. Wir nähren uns vom Obst, von den Nüssen, bauen Häuser und Möbel aus dem Holz. Er ist eine geniale Erfindung oder doch nur unvorhergesehener Zufall?

Jesus zeigte den Baum als Vergleich für das Reich Gottes: Das Senfkorn ist das kleinste der Samenkörner. Wenn es gesät ist, „dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können“. (Mk 4,32) Auch der Baum in unserem Pfarrgarten ist aus einem kleinen Kirschkern gewachsen. Heute ist er stark und kräftig, spendet Schatten, hat im Frühling tausende schöne Blüten und im Winter kann man Barbarazweigerl abschneiden, die zu Weihnachten blühen. Die Vögel fressen mit Wonne die Kirschen und ruhen sich auf den Zweigen aus. Jesus Christus vergleicht das Wirken Gottes mit einem Baum: Es fängt klein an, drängt sich nicht auf. Jeder Mensch, der Ja zu Gott sagt, ist wie ein fruchtbarer Boden, auf dem das Reich Gottes gedeihen kann wie auf einem fruchtbaren Boden. Und die Vögel, die im Baum nisten, was ist das? Das sind die guten Gedanken, die Tugenden, Glaube, Hoffnung, Liebe. Wenn ihr Ja zu Gott sagt, wir das alles in euch gedeihen. Ihr werdet unendlich viel Freude von Gott empfangen. Ihr werdet in schönen Zeiten fröhlich sein, in schwierigen Zeiten nicht verzagen. Denn Gott ist mit euch. Und ihr werdet selbst wie ein starker Baum, wie Jeremia sagt, der sich nicht fürchtet vor Hitze und Kälte, der Früchte bringt zur Freude aller.

Das ist alles nicht Zufall, sondern Gottes Wille – so wie er den Baum erschaffen hat, weil er die Kraft zum Leben in die Natur gegeben hat, so wie Er jeden von euch das Leben geschenkt hat. Er sät das Reich Gottes in euch, damit es wächst und blüht.

Aber weil wir oft straucheln, stolpern, sündigen, ist Gott Mensch geworden. Er wurde in Betlehem geboren, ist in Nazaret aufgewachsen, hat als Mensch unter uns gelebt. Er hat am See Genesaret gepredigt. Dann wurde er in Jerusalem aus Neid verurteilt, gekreuzigt, ist gestorben und zu Ostern auferstanden. Hier kommt auch ein Baum vor, der heute Symbol unseres Glaubens geworden ist: das Kreuz ist der Baum des Lebens. Dort hat Gott seine Liebe aufs Äußerste gezeigt, wir können sagen: bewiesen.

Und heute ist Jesus Christus mitten unter uns. Diese Liebe, der Er am Kreuz gezeigt hat, wandelt das Brot in Seinen Leib. Ihr empfangt heute Jesus Christus in der Hostie. Ihr habt euch vorbereitet in der Beichte, habt in Religion und in den Erstkommunionsstunden viel gelernt. Öffnet Jesus euer Herz, damit sein Reich in euch wächst, damit ihr Früchte bringt und echte Freude findet!

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