Fest der Heiligen Familie 2018

Der emeritierte Papst Benedikt XVI hat in seiner Ansprache beim Angelus Gebet am Fest der heiligen Familie im Jahr 2012 die Familie als die natürliche Wiege des Kindes bezeichnet.

Wir dürfen heute auf die Heilige Familie blicken, die in den Tempel geht um der Tradition getreu das Paschafest zu begehen. Maria und Josef erweisen sich als die von Gott geliebten, die auserwählten Heiligen, wie es uns der heilige Paulus heute vor Augen hält. Sie sind damit Vorbild für jedes heilig mäßige Elternpaar. Sie sind Vorbild für die Art und Weise einer für diese Welt und ihre Ansprüche korrekt passende Erziehung der Kinder. Eine Erziehung nämlich, in der der Glaube nicht irgend eine Randposition einnimmt, wo christliches, kirchliches Leben nicht einfach Lücken-Füller dort ist, wo eben kein anderer Termin im Kalender steht, wo ausnahmsweise keine Sport-Veranstaltung, kein Marathonlauf, kein Volkswandertag angeboten werden, sondern das Leben durch den Glauben und die kirchliche Praxis durchwirkt sind.
Heute stehen wir nämlich oft vor der ernüchternden Erkenntnis, dass es für viele Eltern von Erstkommunion-Kindern einen starken Einschnitt, eine grundlegende Veränderung ihrer bisherigen Planung der Sonntage, oft auch der Wochentage bedeutet, wenn wir plötzlich die christliche Lebensordnung einfordern, die eben den Sonntagsgottesdienst als wichtigstes Element aufweist. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an einem Gespräch mit einer Mutter innerhalb einer Kaplanspfarre, die von sich behauptete, ihr Kind christlich zu erziehen. Auf meine Rückfrage nach der Sonntagsmesse antwortete sie: die hat für uns keine Bedeutung!- Weiterer Kommentar überflüssig!
Am heiligen Elternpaar Maria und Josef können wir diese tiefe Einbindung in den Glauben ihrer Väter erkennen. Sie ziehen mit ihrem Sohn Jesus nach Jerusalem. Sie bieten im Tempel.
Er bleibt dort zurück. Voller Angst suchen Sie ihn. Und als sie ihn mitten unter den Schriftgelehrten und Lehrern des Volkes antreffen, dürfen Sie erkennen, wie Jesus als der Sohn Gottes seine eigentliche Berufung, seine Heimat begriffen hat.
Wie können wir den Eltern heute beistehen, dass die Kinder ihre christliche Berufung wieder wahrnehmen?
Papst Benedikt sagte dazu: "Marias und Josefs Sorge um Jesus ist dieselbe wie die alle Eltern die ein Kind erziehen, es in das Leben und Verständnis der Wirklichkeit einführen. Daher ist heute ein besonderes Gebet zum Herrn für alle Familien der Welt geboten. In Nachahmung der heiligen Familie von Nazareth sollen sich die Eltern ernsthaft um Wachstum und Erziehung Ihrer Kinder kümmern, damit sie zu verantwortlichen Menschen und ehrlichen Bürgern heranreifen, ohne dabei zu vergessen dass der Glaube ein kostbares Geschenk ist, das es in den Kindern auch mit dem persönlichen Vorbild zu nähren gilt."
Erkennen wir uns neu als Kinder Gottes, wie es uns der heilige Johannes heute nachher liegt. Beten wir für die Familien und ihre Kinder, dass der Glaube, das Vertrauen auf Gott, als fester Halt in ihrem Leben einen neuen Stellenwert bekommt.
Amen

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 button praedicatio; Till Magnus Steiner;

 

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