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  • Christus spricht von sich als dem Guten Hirten (Joh 10,11). Was meint Er damit? Jesus hatte die Apostel ausgesandt, um die Umkehr zu predigen, Dämonen auszutreiben und Kranke zu heilen. Als sie zurückgekommen waren, waren sie erschöpft: „Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.“ (Mk 6,31) Jesus ließ sie zuerst ausruhen. Er kannte ihre Grenzen und ihre Leistungen. Der Gute Hirte kennt die Seinen und sie kennen Ihn. Er gibt ihnen einen Ruheplatz am Wasser. Damit ist nicht das kühle Nass gemeint, sondern sinnbildlich die Quelle des frischen Wassers, die aus Christus fließt. Wie der Hirte die Schafe auf eine saftige Weide führt und ihnen rechtzeitig Wasser gibt, so nährt
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  • Jesus Christus sandte die zwölf Apostel zu den Menschen aus. Sie hatten eine dreifache Aufgabe: die Umkehr verkünden, von Dämonen befreien und Kranke zu heilen. Er gibt ihnen dazu seine Vollmacht. Sie handeln in Seinem Namen. Damit zeigt Christus, dass Er den Menschen vertraut. Es besteht ein großer Unterschied zwischen Ihm, dem Gebenden, und den Aposteln, die von Ihm die Vollmacht empfangen. Christus ist Herr und Gott und zeigt sich durch Seine Wunder und Seine Predigten. Die Apostel verkünden nicht sich selbst, sondern Ihn, der sie gesandt hat (vgl. Beda Venerabilis). Dabei treten sie bescheiden und bewusst auf. Sie drängen die Botschaft niemandem auf: „…schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis.“ (Mk 6,11) Damit werden die Apostel von
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  • 14. Sonntag im Jahreskreis B 2024 Königsbrunn Wer sich für eine Gemeinschaft einsetzt, wird Freude empfinden und Erfolge spüren. Jeder einzelne baut auf, stärkt, egal wo er wirkt. Die einfachsten Tätigkeiten haben ihren Wert, weil alles zusammen erst die Gemeinschaft ergibt. Was wäre ein Fahrzeug ohne Scheinwerfer, ohne Lenkrad? Das bemerkt man nach außen hin. Was wäre dasselbe Fahrzeug ohne Einspritzventil oder Wasserpumpe für die Kühlung? Nach außen sieht man diese Details nicht, aber ohne sie gibt es nur Stillstand und im schlimmsten Fall einen Motorschaden. Jeder hat seine Bedeutung in einer Gemeinschaft. Gleichzeitig ist gemeinsames Wirken eine Grenzerfahrung. Jeder erlebt seine eigene Grenzen und die der Gruppe von klein auf. Das Spielen der Kinder, die Erziehung in der Familie,
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  • Der Sonntag ist der Tag der Auferstehung. Am Vorabend betet die Kirche in Stundengebet: „Herr, bleibe bei uns in dieser Nacht, und wenn wir uns am Morgen erheben, dann lass uns in Freude der Auferstehung Deines Sohnes gedenken.“ Was Auferstehung bedeutet, erkennen wir im Angesicht des Todes. Diese Erfahrungen schildert der Hl. Markus, der Evangelist. Er begleitete den Hl. Petrus bei seinen Predigten. Er kannte Jesus aus den Erzählungen des Petrus. Im Evangelium sind mehrere Todeserfahrungen dargestellt. Jairus bangte um seine Tochter. Der Synagogenvorsteher wird mit Namen genannt, nicht seine Tochter, vielleicht um sie zu schützen? Aber sein Name gilt als Erweis, dass es stimmt. Jeder konnte ihn fragen, was sich ereignet hatte. In dieser langen Erzählung erfahren wir von
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  • 12. Sonntag im Jahreskreis - 23. Juni 2024 Eine gern gelesene und zu verschiedenen Gelegenheiten vorgetragene Geschichte ist jene von den Fußspuren im Sand. Gott wird gefragt, warum der Betende in schweren Momenten des Lebens nur eine Spur sieht, also offenbar von Gott allein gelassen wird. „Da habe ich dich getragen“, ist Gottes Antwort. 
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  • 11. Sonntag im Jahreskreis - 16. Juni 2024 Wer – wie ich – das Glück hat, einen Garten sein Eigen nennen zu dürfen, oder wer mit offenen Augen und offenem Herzen durch die Natur geht, der kann staunen über die kleinen und großen Wunder. Da liegt ein kleines Samenkorn in der Erde, und plötzlich ist da eine kräftige Pflanze. Wir wissen um die Kraft der Natur, wenn zwischen den Betonplatten einer Strasse das kleine Blümchen seinen Weg gefunden hat. Wir kennen die wundersame Verwandlung einer leblosen Wüste, wenn ein Regen es möglich macht, dass herrliche Anemonen und andere Blüten aus dem Sand sprießen.  Wir wissen um diese Wunder, die so unbemerkt neben uns und mitten unter uns passieren.  „Mit dem Reich Gottes ist
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Montag der 4. Woche im Jahreskreis I

30. Januar 2017

Liebe Schwestern und Brüder, versammelte Gemeinde!

Schön klingt die Geschichte nicht, die wir eben aus dem Markusevangelium gehört haben. Vermutlich gibt es im ganzen Evangelium keine schauerlichere Episode als jene, von der wir da erfahren. 

Jesus hat Galiläa verlassen und sich an das andere Ufer des Sees Gennesaret begeben. Er ist also nun in der Dekapolis, im Land der Heiden. Und es ist mitten in der Nacht, als er ankommt. 

Und da begegnet ihm der Besessene. Wir hören, wie uns Markus sehr ausführlich über dessen elende Verfassung berichtet, der da Jesus entgegenkommt.  Seine Menschenscheu treibt ihn dazu, in Grabhöhlen zu wohnen, Orte also, die sonst niemand aufsuchen durfte, ohne sich rituell unrein zu machen. Gräber galten bei den Juden als Behausung der Dämonen. Man hatte dem armen Mann seiner Gefährlichkeit wegen Fesseln angelegt, aber vergebens. Jetzt überwindet er seine Menschenfurcht und rennt Jesus entgegen. Er wirft sich nieder, ein Akt der Abwehr, weil die Dämonen die Nähe des Herrn fühlen, dessen Macht sie unentrinnbar ausgeliefert sind. 

So die Szene, in die uns Markus heute hereinholt. Jesu Wort wird heilend und erlösend auf den Armen einwirken. Dass die Dämonen eine Herde von 2000 Schweinen in den Tod treiben zeigt, dass das Leben dieses einen geplagten Menschen mehr wert ist. 

Was kann uns diese Erzählung für heute sagen?

Das Bild des hier von Dämonen gequälten Menschen liegt uns gar nicht so fern, denn es erinnert uns durchaus an Menschen, die ohne Gott heutzutage dunklen Mächten ausgeliefert sind!

Schauen wir den „modernen Menschen“ von heute doch einmal genauer an!

In einem Wissensoptimismus und oftmals blindem Wissenschaftsglauben versucht der Mensch die totale Enttabuisierung der Welt. Selbst die Zeugung des Kindes im Labor ohne die Lie beide Begegnung zweier Menschen hat die Wissenschaft möglich gemacht. 

Aber die alten Fragen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Lebens? - diese Fragen bedrängen den Menschen heute wie früher. Weder Wissenschaft noch Technik können darauf eine zufriedenstellende Antwort liefern. Im Gegenteil: Die oftmals so gepriesenen Errungenschaften der Wissenschaften, insbesondere der Kommunikation zwischen Menschen entleeren manchmal die Sinnfrage bis zum Äußersten. Anders ist es nicht zu erklären, wenn ein junger Bursch deshalb Selbstmord auf den Gleisen der Bahn begeht, weil in seine FaceBook-Chronik geschrieben wurde: Du bist fett und hässlich. Die Welt wäre besser ohne dich!“

Weil die Menschen in ihrem tiefsten Inneren dies bemerkt haben, dass ihnen Wissenschaft und Technik nicht vernünftige Antworten auf ihre Grundfragen liefern, haben sie dann noch von der Vernunft Abschied genommen. 

Die Folge ist eine Flucht in subjektive Gefühle. Fühlen statt Denken, Betroffenheit statt Reflexion. In dieser Situation stehen wir heute. 

Ich bin überzeugt, dass die heute so moderne Hinneigung zur Esoterik ein Alarmsignal ist: Frustrierte Kinder dieser Welt, die zuerst vom Glauben Abschied genommen haben, um dem Wissen zu huldigen, und dann vom Wissen Abschied genommen haben, um das Geheimnis zu retten, finden sich jetzt ohne Bezug zu einem persönlichen Gott wieder. Und suchen ihre Antwort in der Esoterik. Das sind die Dämonen unserer Zeit. Und die Aussage des Besessenen gilt auch für sie: Denn wir sind viele!

Gerade hier darf die Botschaft des katholischen Glaubens heilend und erlösend in unsere Welt hineingerufen werden. Wir müssen uns verabschieden von allem christlichen Duckmausertum, von allem Schönreden, von der Bequemlichkeit eines Christentums, das sich selbst genügt oder nur mit internen Problemen, mit Strukturfragen und gremialen Organisationen kämpft. 

 Wir müssen uns klar sein: Wenn wir die Botschaft von Heil und Erlösung, wenn wir das Evangelium nicht in unsere Welt - ja in die Nacht unserer Welt - hinausschreien, dann verstummen die einzelnen wirklichen und glaubwürdigen Antworten, die die Menschen auf ihre Fragen so nötig haben. 

Die Leute baten Jesus, ihr Gebiet zu verlassen. Wir erkennen dieses Alarmsignal! Sie ziehen es vor, fern von Christus zu leben. Denn dann wird das Leben, so wie sie es sich gerichtet haben, nicht in Frage gestellt. 

Umso mehr ist es unsere Aufgabe, den Menschen zu zeigen, wie einzigartig, wie seligmachend es ist, bei Christus zu sein, ihm zu begegnen in seinem Wort, in seinem Sakrament, so wie wir es hier gerade tun. 

Haben wir den Mut, den Menschen das Evangelium von Hoffnung und Erlösung zu bringen! Bringen wir ihnen Jesus, der mit seinem Sein, seinem Tun und seinem Wort die letzte Antwort ist auf alle Fragen dieser Welt!

Bringen wir ihnen die Botschaft eines liebenden, barmherzigen Gottes, der den Menschen aus aller Dunkelheit befreit, aus aller Schwäche aufrichtet und ihm ein neues Ziel schenkt.  Amen.

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