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  • 6. Sonntag der Osterzeit – A – 10. Mai 2026   „Ich werde euch einen anderen Tröster, einen anderen Beistand senden“, verheißt Jesus, der Auferstandene, seinen Jüngern. Und am Pfingstfest ist seine Verheißung Wirklichkeit geworden. Zu Pfingsten hat die Mutlosigkeit der Apostel ein Ende gefunden, konnte Petrus mit den anderen hinaustreten vor die Gemeinde, die erste „Papstpredigt“ der Weltgeschichte halten und die Herzen der Menschen so aufrütteln, dass sich an diesem Tage 3000 taufen ließen. 
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  • 5. Sonntag der Osterzeit – 3. Mai 2026 So hätten wir es auch gerne – wie die Apostel zur Zeit Jesu – : »Zeige uns den Weg!, Zeige uns den Vater! Gib uns endlich die eindeutigen Antworten und damit jene Sicherheiten, die wir benötigen«.  Die Jünger wollten ganz einfach wissen, wie der Weg zu Gott gehen soll. Wir kennen dies aus anderen Religionen, aber genauso aus unserer Kirche.  Um selig zu werden, muss man dies und jenes tun. Rezeptbücher sind gefragt. Klare Anweisungen. 
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  • Philippus und Thomas fragten Jesus ganz konkret, wie sie sich das vorstellen sollten: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen?“ (Joh 14,5) „Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.“ (Joh 14,8) Für sie ist es eine ganz neue Erfahrung, mit dem Sohn Gottes zu sprechen. Er öffnet ihnen die Augen für eine Wirklichkeit, die real ist, die sie aber noch nicht erfasst haben. Jesus Christus gibt ihnen eine Perspektive. Es ist nicht selbstverständlich, was Er sagt. Bis heute ist das Leben nach dem Tod für Juden nicht eindeutig. Man kennt dazu mehrere Theorien bis zu der Anschauung, dass es kein Leben nach dem Tod gibt. Die Sadduzäer vertraten diese These zur Zeit
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  • 4. Sonntag der Osterzeit – 27.4.2026 Es gibt viele Stimmen in unserem Leben: Stimmen der Angst, der Eile, der Erwartungen anderer, der Meinungsmacher, der Verführung und der Selbstsicherheit.  Nicht jede Stimme führt zum Leben. Das Evangelium sagt heute etwas sehr Einfaches und Großes: „Die Schafe hören auf seine Stimme.“ 
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  • „Darum sollst du den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Und diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Kindern wiederholen. Du sollst sie sprechen, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.“ (Lev 6,5) Das ist das Glaubensbekenntnis des Volkes Israel. Jesus kennt dieses Gebot und lebt danach. Er empfiehlt es dem Gesetzeslehrer, der ihn fragt, wer sein Nächster ist. Für Jesus kommt aus dieser Gottesliebe die Nächstenliebe. Deshalb predigt Er geduldig Tausenden von Menschen. Deshalb gibt Er sich für uns am Kreuz hin. Deshalb erscheint Er 40
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  • 3. Sonntag der Osterzeit – 19. April 2026 Die Texte dieses dritten Sonntags der Osterzeit führen uns in drei Schritten an den Kern unserer christlichen Existenz heran. Einerseits an die Wirklichkeit des Lebens, der Auferstehung, die bezeugt wird. Ferner an die Realität der Erlösung, die uns ein unverbrüchliches Vertrauen schenken soll, und zuletzt an eine Liebe, die weit über irgendwelche Gefühle hinausgeht und sich im Dienst bewähren muss. 
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Montag der 4. Woche im Jahreskreis I

30. Januar 2017

Liebe Schwestern und Brüder, versammelte Gemeinde!

Schön klingt die Geschichte nicht, die wir eben aus dem Markusevangelium gehört haben. Vermutlich gibt es im ganzen Evangelium keine schauerlichere Episode als jene, von der wir da erfahren. 

Jesus hat Galiläa verlassen und sich an das andere Ufer des Sees Gennesaret begeben. Er ist also nun in der Dekapolis, im Land der Heiden. Und es ist mitten in der Nacht, als er ankommt. 

Und da begegnet ihm der Besessene. Wir hören, wie uns Markus sehr ausführlich über dessen elende Verfassung berichtet, der da Jesus entgegenkommt.  Seine Menschenscheu treibt ihn dazu, in Grabhöhlen zu wohnen, Orte also, die sonst niemand aufsuchen durfte, ohne sich rituell unrein zu machen. Gräber galten bei den Juden als Behausung der Dämonen. Man hatte dem armen Mann seiner Gefährlichkeit wegen Fesseln angelegt, aber vergebens. Jetzt überwindet er seine Menschenfurcht und rennt Jesus entgegen. Er wirft sich nieder, ein Akt der Abwehr, weil die Dämonen die Nähe des Herrn fühlen, dessen Macht sie unentrinnbar ausgeliefert sind. 

So die Szene, in die uns Markus heute hereinholt. Jesu Wort wird heilend und erlösend auf den Armen einwirken. Dass die Dämonen eine Herde von 2000 Schweinen in den Tod treiben zeigt, dass das Leben dieses einen geplagten Menschen mehr wert ist. 

Was kann uns diese Erzählung für heute sagen?

Das Bild des hier von Dämonen gequälten Menschen liegt uns gar nicht so fern, denn es erinnert uns durchaus an Menschen, die ohne Gott heutzutage dunklen Mächten ausgeliefert sind!

Schauen wir den „modernen Menschen“ von heute doch einmal genauer an!

In einem Wissensoptimismus und oftmals blindem Wissenschaftsglauben versucht der Mensch die totale Enttabuisierung der Welt. Selbst die Zeugung des Kindes im Labor ohne die Lie beide Begegnung zweier Menschen hat die Wissenschaft möglich gemacht. 

Aber die alten Fragen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Lebens? - diese Fragen bedrängen den Menschen heute wie früher. Weder Wissenschaft noch Technik können darauf eine zufriedenstellende Antwort liefern. Im Gegenteil: Die oftmals so gepriesenen Errungenschaften der Wissenschaften, insbesondere der Kommunikation zwischen Menschen entleeren manchmal die Sinnfrage bis zum Äußersten. Anders ist es nicht zu erklären, wenn ein junger Bursch deshalb Selbstmord auf den Gleisen der Bahn begeht, weil in seine FaceBook-Chronik geschrieben wurde: Du bist fett und hässlich. Die Welt wäre besser ohne dich!“

Weil die Menschen in ihrem tiefsten Inneren dies bemerkt haben, dass ihnen Wissenschaft und Technik nicht vernünftige Antworten auf ihre Grundfragen liefern, haben sie dann noch von der Vernunft Abschied genommen. 

Die Folge ist eine Flucht in subjektive Gefühle. Fühlen statt Denken, Betroffenheit statt Reflexion. In dieser Situation stehen wir heute. 

Ich bin überzeugt, dass die heute so moderne Hinneigung zur Esoterik ein Alarmsignal ist: Frustrierte Kinder dieser Welt, die zuerst vom Glauben Abschied genommen haben, um dem Wissen zu huldigen, und dann vom Wissen Abschied genommen haben, um das Geheimnis zu retten, finden sich jetzt ohne Bezug zu einem persönlichen Gott wieder. Und suchen ihre Antwort in der Esoterik. Das sind die Dämonen unserer Zeit. Und die Aussage des Besessenen gilt auch für sie: Denn wir sind viele!

Gerade hier darf die Botschaft des katholischen Glaubens heilend und erlösend in unsere Welt hineingerufen werden. Wir müssen uns verabschieden von allem christlichen Duckmausertum, von allem Schönreden, von der Bequemlichkeit eines Christentums, das sich selbst genügt oder nur mit internen Problemen, mit Strukturfragen und gremialen Organisationen kämpft. 

 Wir müssen uns klar sein: Wenn wir die Botschaft von Heil und Erlösung, wenn wir das Evangelium nicht in unsere Welt - ja in die Nacht unserer Welt - hinausschreien, dann verstummen die einzelnen wirklichen und glaubwürdigen Antworten, die die Menschen auf ihre Fragen so nötig haben. 

Die Leute baten Jesus, ihr Gebiet zu verlassen. Wir erkennen dieses Alarmsignal! Sie ziehen es vor, fern von Christus zu leben. Denn dann wird das Leben, so wie sie es sich gerichtet haben, nicht in Frage gestellt. 

Umso mehr ist es unsere Aufgabe, den Menschen zu zeigen, wie einzigartig, wie seligmachend es ist, bei Christus zu sein, ihm zu begegnen in seinem Wort, in seinem Sakrament, so wie wir es hier gerade tun. 

Haben wir den Mut, den Menschen das Evangelium von Hoffnung und Erlösung zu bringen! Bringen wir ihnen Jesus, der mit seinem Sein, seinem Tun und seinem Wort die letzte Antwort ist auf alle Fragen dieser Welt!

Bringen wir ihnen die Botschaft eines liebenden, barmherzigen Gottes, der den Menschen aus aller Dunkelheit befreit, aus aller Schwäche aufrichtet und ihm ein neues Ziel schenkt.  Amen.

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