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  • Guten Gewohnheiten können den Charakter prägen. Am Sonntag in die Kirche zu gehen, ist eine gute Gewohnheit, eine Tugend. Wie prägt der Kirchgang? Der eine wird nachdenklicher, der andere ruhiger, die eine wird nachsichtiger, die andere geduldiger. In allem wirkt Christus, weil Er da ist. „Zur Freiheit hat uns Christus befreit.“ (Gal 5,1) Sie kennen die Erzählung von Lot und seiner Frau? Als sie aus Sodom und Gomorra flüchteten, sollten sie nicht zurückblicken. Das ist ein Bild für schlechten Gewohnheiten, die von Gott wegführen, die sich gegen die gute Gemeinschaft richten. Sodom und Gomorra sind ein Bild für die verkommene Stadt, den Egoismus, die Feindseligkeit. Lots Frau blickt zurück und erstarrt zu einer Salzsäule. Hatte sie noch Sehnsucht nach dem
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  • Faszinierend an den biblischen Propheten ist, wie sie menschliche religiöse Traditionen aufgreifen, reinigen und auf Gott hin ausrichten. Im Buch Sacharja wird angedeutet, was im Norden Israels Brauch war: Man verehrte einen Gott der Vegetation. Immer wieder versuchten die Propheten, die Israeliten aus der Täuschung herauszuführen. Die Natur ist nicht Gott. Sie ist von Ihm geschaffen. Sacharja erwähnt Megiddo, eine alte Festung im Norden von Israel. Sie lag im Kreuzungspunkt von Verkehrswegen. Dort führte die Straße von Ägypten nach Mesopotamien. Viele Händler, Soldaten, Reisende zogen durch diese Gegend. Manche Bräuche brachten sie dorthin und nahmen sie auf ihrer Durchreise auf. So war es Brauch, das Absterben der Vegetation zu beweinen, weil der Gott der Vegatation stirbt und im Frühjahr wieder
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  • Wir feiern heute sichtbar, was unsere Sinne nicht begreifen können. Davon spricht der lateinische Hymnus „Tantum ergo“, den wir zum Schluss des Fronleichnamsfestes singen werden: Der Glaube muss ergänzen, wo die Sinne versagen („praestet fides supplementum sensuum defectui“). Fronleichnam berührt die grundsätzliche Frage: Gibt es etwas, was unsere Sinne nicht erfassen können? Reichen Hören, Schmecken, Riechen, Tasten, Sehen aus, um die ganze Wirklichkeit zu begreifen? Nehmen wir an, bei einem Menschen würden alle diese Sinne auf einmal ausfallen. Könnte er dann nichts mehr wahrnehmen? Natürlich kann er noch wahrnehmen, weil der Geist des Menschen auch ohne die körperlichen Sinne existiert. Wir wären Roboter aus Fleisch, wenn die fünf Sinne unser Leben ausmachen würden. Aber wer von uns empfindet sich als
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  • Eine Chorsängerin verglich den Chorgesang mit der Harmonie der Schöpfung. Viele Stimmen kommen zusammen, sind vereint in ihrer Unterschiedlichkeit. Manche sind dominant und schnell zu vernehmen, andere ruhiger im Hintergrund. Die Stimmen klingen zusammen, weil sie einen Chorleiter haben. Alle schauen auf den Chorleiter. Und selbst, wenn man ihn nicht sehen könnte, aufgrund der Blicke der Sänger könnte man auf ihn schließen. Die Sängerin stellte die Frage: Wer ist unser Chorleiter? Wer ist der Chorleiter meines persönlichen Lebens? Sie richtete einen Blick auf mich und sagte: Manche denken dabei an das Gewissen. Dieser Gedanke gibt uns eine wichtige Richtung: Das Gewissen ist die Stimme Gottes in unserer Seele. Die vielen Stimmen unseres Körpers, die Harmonie der Schöpfung lassen auf einen
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  • Gott ist unsichtbar. Können wir Ihn wahrnehmen? Gott wirkt unsichtbar. Können wir Sein Wirken erkennen? Wir feiern heute Pfingsten. Die Apostelgeschichte berichtet von der Herabkunft des Heiligen Geistes auf über 120 Jünger. Die Apostel und die Muttergottes waren in dieser Gruppe in Jerusalem, die im Obergemach beteten. Wahrscheinlich war es derselbe Saal wie für das Letzte Abendmahl. Sie erlebten, wie sie vom Heiligen Geist erfüllt wurden. Das äußere Zeichen dafür waren die Zungen wie von Feuer und das Brausen vom Himmel her. Dieses Ereignis war einzigartig. Die Jünger verloren die Furcht, vor den Menschen ihren Glauben an Jesus Christus zu bekennen. Es war aber nicht das einzige Mal, dass Gott, der Heilige Geist wirkte. Er schenkt sich immer wieder – freigebig,
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  • Erstkommunion St. Veit 29.5.22 Jer 17, 7-8 Mt 13, 31-32 Was kann ein Baum? Wie wirkt er auf uns? Er wächst aus einem kleinen Samenkorn – wird sehr groß, hält Wind, Regen und Kälte und Hitze aus, ist Schutz und Nahrung für Tiere, schön, nützlich für die Menschen – seine Früchte und das Holz. Wir nähren uns vom Obst, von den Nüssen, bauen Häuser und Möbel aus dem Holz. Er ist eine geniale Erfindung oder doch nur unvorhergesehener Zufall? Jesus zeigte den Baum als Vergleich für das Reich Gottes: Das Senfkorn ist das kleinste der Samenkörner. Wenn es gesät ist, „dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des
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Montag der 4. Woche im Jahreskreis I

30. Januar 2017

Liebe Schwestern und Brüder, versammelte Gemeinde!

Schön klingt die Geschichte nicht, die wir eben aus dem Markusevangelium gehört haben. Vermutlich gibt es im ganzen Evangelium keine schauerlichere Episode als jene, von der wir da erfahren. 

Jesus hat Galiläa verlassen und sich an das andere Ufer des Sees Gennesaret begeben. Er ist also nun in der Dekapolis, im Land der Heiden. Und es ist mitten in der Nacht, als er ankommt. 

Und da begegnet ihm der Besessene. Wir hören, wie uns Markus sehr ausführlich über dessen elende Verfassung berichtet, der da Jesus entgegenkommt.  Seine Menschenscheu treibt ihn dazu, in Grabhöhlen zu wohnen, Orte also, die sonst niemand aufsuchen durfte, ohne sich rituell unrein zu machen. Gräber galten bei den Juden als Behausung der Dämonen. Man hatte dem armen Mann seiner Gefährlichkeit wegen Fesseln angelegt, aber vergebens. Jetzt überwindet er seine Menschenfurcht und rennt Jesus entgegen. Er wirft sich nieder, ein Akt der Abwehr, weil die Dämonen die Nähe des Herrn fühlen, dessen Macht sie unentrinnbar ausgeliefert sind. 

So die Szene, in die uns Markus heute hereinholt. Jesu Wort wird heilend und erlösend auf den Armen einwirken. Dass die Dämonen eine Herde von 2000 Schweinen in den Tod treiben zeigt, dass das Leben dieses einen geplagten Menschen mehr wert ist. 

Was kann uns diese Erzählung für heute sagen?

Das Bild des hier von Dämonen gequälten Menschen liegt uns gar nicht so fern, denn es erinnert uns durchaus an Menschen, die ohne Gott heutzutage dunklen Mächten ausgeliefert sind!

Schauen wir den „modernen Menschen“ von heute doch einmal genauer an!

In einem Wissensoptimismus und oftmals blindem Wissenschaftsglauben versucht der Mensch die totale Enttabuisierung der Welt. Selbst die Zeugung des Kindes im Labor ohne die Lie beide Begegnung zweier Menschen hat die Wissenschaft möglich gemacht. 

Aber die alten Fragen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Lebens? - diese Fragen bedrängen den Menschen heute wie früher. Weder Wissenschaft noch Technik können darauf eine zufriedenstellende Antwort liefern. Im Gegenteil: Die oftmals so gepriesenen Errungenschaften der Wissenschaften, insbesondere der Kommunikation zwischen Menschen entleeren manchmal die Sinnfrage bis zum Äußersten. Anders ist es nicht zu erklären, wenn ein junger Bursch deshalb Selbstmord auf den Gleisen der Bahn begeht, weil in seine FaceBook-Chronik geschrieben wurde: Du bist fett und hässlich. Die Welt wäre besser ohne dich!“

Weil die Menschen in ihrem tiefsten Inneren dies bemerkt haben, dass ihnen Wissenschaft und Technik nicht vernünftige Antworten auf ihre Grundfragen liefern, haben sie dann noch von der Vernunft Abschied genommen. 

Die Folge ist eine Flucht in subjektive Gefühle. Fühlen statt Denken, Betroffenheit statt Reflexion. In dieser Situation stehen wir heute. 

Ich bin überzeugt, dass die heute so moderne Hinneigung zur Esoterik ein Alarmsignal ist: Frustrierte Kinder dieser Welt, die zuerst vom Glauben Abschied genommen haben, um dem Wissen zu huldigen, und dann vom Wissen Abschied genommen haben, um das Geheimnis zu retten, finden sich jetzt ohne Bezug zu einem persönlichen Gott wieder. Und suchen ihre Antwort in der Esoterik. Das sind die Dämonen unserer Zeit. Und die Aussage des Besessenen gilt auch für sie: Denn wir sind viele!

Gerade hier darf die Botschaft des katholischen Glaubens heilend und erlösend in unsere Welt hineingerufen werden. Wir müssen uns verabschieden von allem christlichen Duckmausertum, von allem Schönreden, von der Bequemlichkeit eines Christentums, das sich selbst genügt oder nur mit internen Problemen, mit Strukturfragen und gremialen Organisationen kämpft. 

 Wir müssen uns klar sein: Wenn wir die Botschaft von Heil und Erlösung, wenn wir das Evangelium nicht in unsere Welt - ja in die Nacht unserer Welt - hinausschreien, dann verstummen die einzelnen wirklichen und glaubwürdigen Antworten, die die Menschen auf ihre Fragen so nötig haben. 

Die Leute baten Jesus, ihr Gebiet zu verlassen. Wir erkennen dieses Alarmsignal! Sie ziehen es vor, fern von Christus zu leben. Denn dann wird das Leben, so wie sie es sich gerichtet haben, nicht in Frage gestellt. 

Umso mehr ist es unsere Aufgabe, den Menschen zu zeigen, wie einzigartig, wie seligmachend es ist, bei Christus zu sein, ihm zu begegnen in seinem Wort, in seinem Sakrament, so wie wir es hier gerade tun. 

Haben wir den Mut, den Menschen das Evangelium von Hoffnung und Erlösung zu bringen! Bringen wir ihnen Jesus, der mit seinem Sein, seinem Tun und seinem Wort die letzte Antwort ist auf alle Fragen dieser Welt!

Bringen wir ihnen die Botschaft eines liebenden, barmherzigen Gottes, der den Menschen aus aller Dunkelheit befreit, aus aller Schwäche aufrichtet und ihm ein neues Ziel schenkt.  Amen.

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