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„Für Jesus Christus bin ich bereit, sogar noch mehr zu leiden.“

(Hl. Pater Maximilian Kolbe)

Der heilige Maximilian Kolbe verstand den Sinn seines Lebens. Er wusste, dass seine Berufung darin bestand, sich an Jesus Christus und seine Kirche und auch für diese hinzugeben. Das nahm er sehr ernst. Pater Maximilian wusste, dass echte, wahre Liebe immer auch Opfer miteinschließt. Das hat er auch vorgelebt, indem er sein eigenes Leben für einen Mann hingab, der mit ihm zusammen im Konzentrationslager in Auschwitz war und hingerichtet werden sollte.

Das Opfer erscheint uns oft als etwas Negatives, denn man legt leichter den Fokus auf das, was man aufgibt, anstatt auf den Grund, der einen dazu bewogen hat, oder auf das, was man erreichen will. Der heilige Maximilian gab das Größte, was er besaß, nämlich sein eigenes Leben. Außerdem eröffnete er einem Mann die Möglichkeit, sein Leben weiterzuleben und zu seiner Familie nach Hause zurückzukehren. Dieser Heilige wählte das Martyrium. Er gab sein eigenes Leben hin, und erhielt dafür gleichzeitig ewiges Leben in Jesus Christus – was nicht mehr und nicht weniger bedeutet als vollkommene und ewige Freude.

Das Opfer im Leben eines Priesters ist eine besondere Anteilhabe am Priestertum Jesu Christi. Es gibt nur einen ewigen Priester: Jesus Christus. An seinem Priestertum hat jeder auf seine Weise Anteil. So ist der Priester einer, der in besonderer Weise auch an seinem Leiden und an seinem Opfer Anteil hat. Dies ist nicht etwas, was den Priester mehr leiden lässt als andere Menschen, sondern wo er tiefer gefragt ist, das Opfer Jesu Christi im eigenen Leben anzunehmen. Im Letzten ist es weniger der Priester, der gefordert wird, sondern Jesus Christus selbst, der durch den Priester die Welt liebt und für sie leidet. Es ist eine Teilhabe an seiner Hingabe. Man erlaubt Jesus, in einem selbst zu leiden und sich für die Erlösung der Welt dem Vater hinzugeben. Und dadurch geschieht Erlösung. Denn „durch seine Wunden sind wir geheilt“ (Jes 53,5).

So ist der Priester in Persona Christi jener, der das Opfer der Erlösung in der Heiligen Messe zum Heil der Welt vergegenwärtigt. Der Priester darf am Opfer Christi teilhaben, indem er sein Opfer mit dem Opfer des Erlösers verbindet. Und das erfordert die Bereitschaft des eigenen Herzens, sich mit dem Herzen Jesu zu verbinden, damit durch das Leben des Priesters hindurch die Hingabe an den Vater im Himmel verwirklicht wird.

Beim Opfer geht es nicht ums Verlieren, sondern um die Liebe, die alles gibt, was sie zu geben hat. Die Logik dabei ist, ein geringeres Gut um eines höheren Gutes willen aufzugeben. Es geht darum, dem Anderen den Vorzug vor dem eigenen Ego einzuräumen.

Es ist auch wichtig zu betonen, dass die bereitwillige Annahme des Opfers als Möglichkeit gesehen werden kann, die eigene Liebe zu Jesus auszudrücken. Unabhängig davon, ob es eine persönliche Buße oder ein stellvertretendes Leiden ist, ermöglicht das Opfer dem Herzen alles, was mit einem „weniger an Liebe“ zu tun hat, loszuwerden, sodass ein Raum entsteht, in dem die unvorstellbar große Liebe Jesu Christi Platz hat.

Im Leben eines Christen beginnt das Opfer in den „kleinen Dingen“. Das kann beispielsweise ganz einfach dadurch geschehen, dass man beginnt, die

Wünsche der Mitmenschen über die eigenen zu stellen. Dazu gehört auch das Wachsen in den Tugenden und in der Selbstdisziplin. Kurz gesagt: Ein Opfer kann etwas Simples sein. Zum Beispiel morgens etwas früher aufzustehen, um Zeit zum Gebet zu haben. Oder an einem Wochentag auf bestimmte Speise zu verzichten, um das für ein Anliegen aufzuopfern. Oder den Mitmenschen milde statt aufbrausend zu begegnen, und zwar auch dann, wenn einem jemand auf die Nerven geht. Tagtäglich gibt es unzählige Momente, in denen man sich entscheiden kann, die Einladung zum Opfer anzunehmen oder auszuschlagen. Bringt man diese Opfer in Freude und Liebe dar, wird man lernen, so zu lieben wie Jesus Christus. Man wird dank der Gnade Gottes in der Selbstlosigkeit wachsen und das wird zu einem Leben führen, das von Freude erfüllt ist.

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