Zentrales aus dem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Pastores Dabo Vobis.

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"Die priesterliche Identität", - schrieben die Synodenväter, "hat wie jede christliche Identität ihren Ursprung in der göttlichen Trinität"...

Denn der Priester ist kraft seiner sakramentalen Weihe vom Vater gesandt durch Jesus Christus, dem Haupt und Hirten seines Volkes. Ihm ist er in besonderer Weise nachgestaltet, um in der Kraft des Heiligen Geistes im Dienst der Kirche und zum Heil der Welt zu leben und zu wirken.

 

Man kann die im wesentlichen "relationale" Kennzeichnung der Identität des Priesters so verstehen: Durch das Priestertum, das der Tiefe des unaussprechlichen Geheimnisses Gottes, das heißt der Liebe des Vaters, der Gnade Jesu Christi und der Gabe der Einheit des Heiligen Geistes, entspringt, ist der Priester sakramental in die Gemeinschaft mit dem Bischof und mit den anderen Priestern eingebunden, um dem Volk Gottes, das die Kirche ist, zu dienen und alle zu Christus hinzuführen...

 

Der Bezug auf die Kirche ist deshalb bei der Bestimmung der Identität des Priesters zwar notwendig, aber nicht vorrangig... Der Priester findet die volle Wahrheit seiner Identität darin, sich von Christus herzuleiten, in besonderer Weise an Christus teilzuhaben und eine Weiterführung Christi, des einzigen Hohenpriesters des neuen und ewigen Bundes, zu sein: Er ist ein lebendiges und transparentes Abbild des Priesters Christus. Das Priestertum Christi, Ausdruck der absoluten "Neuigkeit" der Heilsgeschichte, stellt den einzigen Ursprung und das unersetzliche Modell für das Priestertum des Gläubigen und im besonderen des geweihten Priesters dar. Der Bezug auf Christus ist also der absolut notwendige Schlüssel für das Verständnis aller Dimensionen priesterlicher Wirklichkeit. (PDV 12)

Hier geht's zum vollen Text des Schreibens: www.vatican.va (zgl. Quelle)

Zitate zum Priestersein

  • Das Stundengebet mit Herz und Mund - und bibelkundig - verrichten (Dir 76)

    Damit die Priester die Bedeutung des Stundengebets vertiefen können, ist es nicht nur erforderlich „die Stimme mit dem betenden Herzen in Einklang zu bringen, sondern auch ‚sich eine reichere liturgische und biblische Bildung‘ anzueignen, ‚zumal was die Psalmen betrifft‘“.Direktorium für Dienst und Leben der Priester, Nr. 76, Stundengebet
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