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Zentrales aus dem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Pastores Dabo Vobis.

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"Ich gebe euch Hirten nach meinem Herzen" (Jer 3,15).
Mit diesen Worten des Propheten Jeremia verspricht Gott seinem Volk, es nie ohne Hirten zu lassen, die sie sammeln und führen sollen...

Ohne Priester könnte die Kirche vor allem jenen grundlegenden Gehorsam nicht leben, der die eigentliche Mitte ihrer Existenz und ihrer Sendung in der Geschichte bildet: den Gehorsam gegenüber dem Gebot Jesu ..., das Evangelium zu verkünden und jeden Tag das Opfer seines für das Leben der Welt hingegebenen Leibes und vergossenen Blutes zu erneuern...


Auch wenn in einigen Gegenden Priestermangel auftritt, wird doch in der Kirche das Handeln des Vaters, der die Berufungen weckt, niemals aufhören. Wie ich zum Abschluß der Synode im Hinblick auf die Krise der Priesterberufe sagte, "besteht die erste Antwort, die die Kirche gibt, in einem Akt totalen Vertrauens auf den Heiligen Geist. Wir sind zutiefst überzeugt, daß uns diese vertrauensvolle Hingabe nicht enttäuschen wird, wenn wir dazu der empfangenen Gnade treu bleiben"...


Darum geht das umfassende Vertrauen in die unbedingte Treue gegenüber der Verheißung Gottes in der Kirche mit der schwerwiegenden Verantwortung einher, mitzuwirken beim Tun Gottes, der uns ruft, beizutragen zur Schaffung und Erhaltung von Bedingungen, unter welchen der von Gott gesäte Same Wurzel schlagen und reiche Frucht bringen kann...


Man kann wohl sagen, daß es in den Jahren unmittelbar nach dem Konzil keine lehramtliche Äußerung gegeben hat, die nicht in irgendeiner Weise, explizit oder implizit, auf die Bedeutung der Anwesenheit von Priestern in der Gemeinde, auf ihre Rolle und ihre Unentbehrlichkeit für die Kirche und für das Leben der Welt eingegangen wäre...


Mit dem Mund und dem Herzen der Synodenväter mache ich mir die Worte und Gefühle der Schlußbotschaft der Synode an das Volk Gottes zu eigen: "In Dankbarkeit und Bewunderung richten wir unser Wort an euch, unsere ersten Mitarbeiter in unserem apostolischen Dienst. Euer Dienst in der Kirche ist notwendig und kann durch nichts ersetzt werden. Ihr tragt die Bürde des Priesteramtes und steht in täglichem Kontakt mit den Gläubigen. Ihr seid die Diener der Eucharistie, die Spender der göttlichen Barmherzigkeit im Sakrament der Buße, die Tröster der betrübten Seelen, die Führer aller Gläubigen in den Stürmen und Nöten des Lebens. Aus ganzem Herzen grüßen wir euch, sagen euch Dank und ermahnen euch, mit freudig bereitem Herzen auf diesem Weg zu verbleiben. Laßt euch nicht entmutigen! Unser Tun ist nicht unser, sondern Gottes Werk. Er, der uns gerufen und ausgesandt hat, bleibt bei uns alle Tage unseres Lebens. Denn wir tun unser Werk im Auftrag Christi." (PDV 1-4)

Hier geht's zum vollen Text des Schreibens: www.vatican.va (zgl. Quelle)

Zitate zum Priestersein

  • Das Stundengebet mit Herz und Mund - und bibelkundig - verrichten (Dir 76)

    Damit die Priester die Bedeutung des Stundengebets vertiefen können, ist es nicht nur erforderlich „die Stimme mit dem betenden Herzen in Einklang zu bringen, sondern auch ‚sich eine reichere liturgische und biblische Bildung‘ anzueignen, ‚zumal was die Psalmen betrifft‘“.Direktorium für Dienst und Leben der Priester, Nr. 76, Stundengebet
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