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Im März 2003 ist ein Dokument von der dt. Regentenkonferenz zum Weihepriestertum erschienen. Leitwort für alle Kapitel ist der Mut: Mut zum Wesentlichen, Mut zur Vielfalt, Mut zur Lücke, Mut zur geistlichen Mitte, Mut zu missionarischem Geist, Mut zur Communio, Mut zu Entschiedenheit, Mut zu Verbindlichkeit, Mut zu Konzentration, Mut zu Idealen, Mut zu Realismus und Mut zu gemeinsamer Verantwortung. Das Schreiben besteht aus vier Teilen: Es widmet sich zunächst der Bedeutung des sakramentalen Amtes, dann dem Dienst und Leben der Priester, des Weiteres der Priesterausbildung und schließlich der Berufungspastoral.

[Link] Hier findet sich das Dokument als PDF [Link]

Im Vorwort heißt es:

Der Dienst geweihter Priester ist unverzichtbar für die Kirche. Aufgrund
dieser Überzeugung kann sich die Deutsche Regentenkonferenz nicht abfinden
mit sinkenden Zahlen von Priestern und Priesterkandidaten in unserem
Land. In aller Entschiedenheit starten die Verantwortlichen für die Priesterbildung
in Deutschland hiermit eine Initiative, welche das Verständnis für das
sakramentale Amt fördern, Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten von Priestern
sichern und verbessern, die Priesterbildung an die Herausforderungen der Zeit
anpassen und die Berufungspastoral profilieren soll. In mehreren Gesprächen
zwischen Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz und dem Beirat der
Deutschen Regentenkonferenz kristallisierte sich ein Aktionsplan für die Jahre
2003 bis 2005 heraus, zu dem außer einer Begegnung aller Priesterkandidaten
aus den deutschen Bistümern am 17./18. Mai 2003 in Mainz ein vielfältiger
Gesprächsprozess gehört. Die im Folgenden jeweils mit einem Kommentar
vorgelegten 12 Optionen sollen auf allen kirchlichen Ebenen und bei allen
interessierten Gesprächspartnern1 zur Auseinandersetzung mit dem Weihepriestertum
(seiner Bedeutung, seinen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen)
anregen.
Wenn die Deutsche Regentenkonferenz engagiert für das Priestertum des
Dienstes eintritt und durchaus zugespitzte und provozierende Optionen
formuliert2, dann geschieht dies in Wertschätzung anderer pastoraler Berufe3,
allerdings auch in der Sorge, dass die Besonderheit und unverzichtbare Bedeutung
des Weihepriestertums zum Schaden aller Glieder der Kirche verdunkelt
werden könnte.4 Handeln nach dem Grundsatz „Profilierung statt
Nivellierung“ kommt allen pastoralen Berufen zugute! Für den priesterlichen
Dienst wie für den Entscheidungsprozess von Priesterkandidaten bedarf es
einer klaren Ortsbestimmung des priesterlichen Dienstes sowie Rahmenbedingungen,
welche die menschliche und geistliche Existenz fördern. Wenn unsere
Optionen zu engagierten Diskussionen, zu einem tieferen gegenseitigen Verständnis
der hauptberuflichen und ehrenamtlichen pastoralen Dienste führen
und die von Gott zum priesterlichen Dienst Gerufenen ermutigen, haben sie
ihr Ziel erreicht.