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Predigten

LESEJAHR A

19. Sonntag im Jahreskreis A - 13. August 2017

Liebe Schwestern und Brüder, versammelte Gemeinde!

Die Jünger Jesu stoßen auf heftigen Gegenwind. Nicht zum ersten Mal, sicher auch nicht zum letzten Mal - denn in allen Generationen der Kirche stellt sich der Gegenwind gegen die Jüngerschaft des Herrn ein. Aber diesmal - so berichtet das Evangelium - scheinen sie verunsichert, trotz ihrer langjährigen Erfahrung. Ähnlich kann es uns im geistlichen Leben gehen.

Es kann sein,. dass wir uns einmal überfordert fühlen oder uns ausgelaugt vorkommen, dass uns der Gegenwind der Gesellschaft, ja unserer eigenen Angehörigen hart ins Gesicht bläst, dass uns die Argumente ausgehen, warum wir den Gottesdienst besuchen, ja warum wir überhaupt an den Gott und Vater Jesu Christi, an den Gottessohn und an den Heiligen Geist glauben. Warum wir beten, wenn die Welt doch immer wieder ins Dunkle und Ungewisse stürzt. Wir spüren, wie wir oft hinter unserem Ideal nachhinken, wie gute Vorsätze uns zwischen den Fingern zerbröseln. 

Der heilige Franz von Sales schreibt dazu: „Gewiss, wir sollen über unsere Fehler trauern, sollen sie tief und innig bereuen, uns jedoch ihretwegen nicht der Unruhe und Mutlosigkeit überlassen. Demütigen wir uns vor Gott, flehen wir seine Barmherzigkeit an, bekennen wir unsere Schuld dem Priester. Dann aber bleiben wir im Frieden und nehmen wir die Demütigung an, die in unserem Versagen liegt. Warten wir geduldig, bis Gott uns zum Fortschritt verhilft; und statt uns zu grämen, dass wir in der Vergangenheit so wenig getan haben, streben wir lieber eifrig danach, künftig mehr zu tun!“

Jesus kommt den Jüngern über das Wasser entgegen. Und er zeigt ihnen damit, dass Gott mehr bewirken kann, als unsere menschliche Vorstellung oftmals zulassen will. Sogar Petrus kann einige Schritte auf dem Wasser tun. Erst als er seinen Blick von Jesus abwendet, beginnt er zu sinken. Seine Angst über die Wellen und den Wind lassen ihn vergessen, dass die Kraft, die ihn auf dem Wasser hält, vom Herrn kommt. 

Dies sollten wir in unserem Leben niemals vergessen: Die Kraft, die uns auf dem Wasser hält, die uns auf den Wegen der Gnade gehen lässt, kommt vom Herrn! Und wenn uns dies aus dem Blick gerät, wenn wir zu sinken drohen, wenn die Wogen unserer säkularisierten Welt über unserem Kopf zusammenschlagen, dann sollten wir wenigstens den Ruf des Petrus bewusst aussprechen: „Herr, rette mich!“

Machen wir uns diese Bitte zum ständigen Tagesthema: „Herr, rette mich!“ - in den kleinen Nadelstichen des Alltags, im Erkennen der eigenen Schwäche, in der mangelnden Beharrlichkeit im Gebet und in den guten Werken. 

Erwarten wir uns nicht die großen Wunder in unserem Leben - erwarten wir uns keinen Gott der donnernd daherkommt und dreinschlägt, sondern jenen Gott, der uns liebevoll an der Hand nimmt. Der feine, leichte Wind ist dem Herrn näher als der Donner und der Sturm und das Feuer. Diese Erfahrung mußte auch der Prophet Elija machen. 

Wie oft hat Jesus schon unsere Hand ergriffen, um uns aus den selbstgemachten Fluten unseres Lebens zu retten? - Stärken wir unseren Glauben an den Gott unseres Lebens, dessen Name schon Programm ist: „Jesus“ - „Gott rettet“

 

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