6. Jänner 2017 - Erscheinung des Herrn

Rund um die Geburt Jesu wird uns im Evangelium von den Magiern aus dem Osten berichtet, die uns besser als „die heiligen drei Könige“ bekannt sind. 

Und dann hören wir nichts mehr von ihnen. 

Das ist sehr schade. 

Denn diese Weisen aus dem Morgenland, diese Magier aus dem Osten, können uns sehr viel für unseren eigenen Glaubensweg sagen und mitgeben. 

Deshalb sind sie - so glaube ich - auch Pate gestanden für die Sternsinger, die nun schon seit vielen Jahrzehnten in diesen Tagen von Haus zu Haus gehen, um den Menschen die Botschaft vom Heil, die Heilsgeschichte Gottes mit uns zu bringen - und zugleich deren Herz und Hand für die Armen in unserer Welt zu öffnen, den Blick zu schärfen, dass jeder die Verantwortung hat, seinen Beitrag für eine gerechtere, eine friedlichere, ja eine gläubigere Welt zu leisten. 

Schade, dass wir in den nächsten Jahren des Lebens Jesu nichts mehr von den Magiern aus dem Osten hören. 

Denn diese sind durch ihre eigene Vernunft, durch ihre astronomische - vielleicht auch astrologische - Forschung der Wahrheit auf die Spur gekommen. Und diese Wahrheit haben sie gesucht - und haben nicht nachgelassen, bis sie diese Wahrheit in Jesus Christus gefunden haben. 

Was wäre das heute für ein Zeichen für unsere Wissenschafter!

Was wäre das für ein Zeichen für uns selbst, die wir mit unserer Vernunft so oft in eine ganz andere Richtung geraten, anstatt die Wahrheit zu suchen und zu finden. 

Die Magier aus dem Osten, die heiligen drei Könige, sollten uns den Weg weisen. Den Weg hin zur Krippe, wo alles menschliche Forschen sein Ziel haben soll. Den Weg hin zum Sohn Gottes, der die Antwort auf alle offene Fragen unseres Lebens ist. 

Den Weg hin zu dieser Botschaft Gottes an uns, die in der Krippe lebendig geworden ist. Die Botschaft der Liebe Gottes zu seinen Menschen, die ihn selbst Mensch werden lässt, um uns das wahre Menschsein wieder zu schenken. 

Amen.