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Predigten

HERRENFESTE UND HEILIGE

Karfreitag, 25. März 2016

„Was ist Wahrheit?“ - Diese Frage stellt Pilatus dem geschundenen und geschlagenen Jesus. Ein Zeichen des Missverstehens dessen, was hier geschieht und wer vor ihm steht. Eigentlich sollte er fragen: „Wer ist die Wahrheit?“ -

Nicht der Kaiser in Rom, der in seinem Machtrausch des Reich mit Waffengewalt mehr und mehr erweitern will, die Menschen unterdrückt und versklavt. Nicht der entmachtete König in Galiläa, der nur seine Sensationsgier stillen will und Jesus um ein kleines Wunder anbettelt. Nicht die Hohepriester und Schriftgelehrten, die ihre überkommene Religionsausübung und ihren gutdotierten Posten gefährdet sehen und Jesus deshalb anklagen. 

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ hat Jesus einst den Menschen zugerufen. Pilatus sollte fragen „Wer?“ - Denn die Wahrheit hier ist eine Person. Mit der Frage, was denn Wahrheit sei, liefert er Jesus zur Kreuzigung aus. 

Die Frage nach dem WER sollte uns auch heute unter den Nägeln brennen!

Wie kann es sein, dass Jesus DIE WAHRHEIT ist? WArum lässt er uns die Wahrheit nicht aus Büchern zusammen suchen? WArum lässt er nicht alle Gottsucher in Frieden, die sich ihren Weg im Leben selbst suchen? 

Die Wahrheit, die Jesus zu bieten hat, ist keine aus Büchern! Sie ist eine Wahrheit, eine Festigkeit, eine Stabilität, der der Tod nichts anhaben kann!

Die Wahrheit, die Jesus zu bieten hat, kann man in keinem Laden kaufen. Es geht um die grundsätzliche Orientierung in einem Lebensverhältnis, in der Jüngerschaft, in der Nachfolge. 

An Jesus kommt keiner vorbei. Das aufgerichtete Kreuz ist das mahnende Zeichen dafür. 

Wenn wir ihn als diese Wahrheit annehmen, wird aus dem Schandpfahl der Römer das Zeichen der Erlösung und des Lebens. 

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 button praedicatio; Till Magnus Steiner;